Der Gemeindepräsident ist auch Autor

Vor einem Jahr veröffentlichte Peter Hufschmid eine Sammlung seiner Reisegeschichten. Kürzlich erschien sein zweites Buch: eine Traumzeitgeschichte aus Australien.

Peter Hufschmid: Hält sein neustes Werk in Händen.  Foto: Martin Staub
Peter Hufschmid: Hält sein neustes Werk in Händen. Foto: Martin Staub

Beruf Architekt, wohnhaft in Roggenburg, daselbst seit einigen Monaten Gemeindepräsident und Verfasser von «Kinga – Jäger des Traums». «Ein historischer Roman», wie der 67-Jährige nüchtern zu Protokoll gibt. Fast 500 Seiten lang ist Peter Hufschmid neustes Werk. Und zweifellos erfordert es eine gewisse Portion Neugier und Lesefreude, um in ein so dickes Buch abzutauchen. Für Australien-Fans aber wendet sich das Blatt von Überwindung in pures Lesevergnügen schon nach den ersten paar Seiten. Hufschmid hat sich der Geschichte der australischen Aborigines angenommen. Anhand einer frei erfundenen Geschichte stellt er spannend, packend und gefühlvoll das Leben im australischen West Arnhemland in den Mittelpunkt.

Peter Hufschmid hat sich intensiv mit dem Volk der Aborigines auseinandergesetzt. Er lebte bis 2000 während sechs Jahren mit seiner Frau und seiner Tochter in Sydney. Von da bereiste er unzählige Male und über längere Zeitspannen das Gebiet, wo er Kinga, die Titelfigur, durch ein von Liebe, Hass, Leidenschaft, Jagd, Kampf und Tod geprägtes Leben begleitet. «Ich wählte die Form des Romans, weil ich so spannender und emotionaler erzählen und die Inhalte unterhaltender vermitteln kann», sagt der Autor. Als Verfasser unzähliger Reisereportagen in renommierten Zeitschriften ist der Wahlroggenburger schon lange ein passionierter Vielschreiber.

Die Geschichte, die er in den zwei bis drei letzten Jahren aufs Papier brachte, «geisterte» schon länger in Hufschmids Kopf herum. «Es bedurfte einiger Überlegungen, um möglichst authentisch zu bleiben, ohne Ethik, Ehre und Stolz der Aborigines zu verletzen. Nicht zu vergessen, dass ich mich aus über 250 Stämmen (und Sprachgruppen), die noch heute in Australien leben, für einen entscheiden musste», sagt Hufschmid. «Kinga – Jäger des Traumes» liest sich flüssig und leicht und vermittelt auf unterhaltende Weise einen Eindruck in das harte Leben eines Volkes, welches nach alten Traditionen noch heute teilweise so lebt wie vor Tausenden von Jahren.

Ob Peter Hufschmid bald wieder auf Abenteuerreise geht, um neuen Schreibstoff zu finden? «Es gefällt mir in Roggenburg und das Amt als Gemeindepräsident will ich gerne noch einige Zeit ausüben», sagt der Abenteurer und Naturliebhaber überzeugt.

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