Der Fahrdienst erreicht mit 1600 Fahrten einen neuen Rekord

Der Fahrdienst «Fürenand Laufental» gewinnt immer mehr an Beliebtheit. 23 freiwillige Fahrerinnen und Fahrer chauffierten im Jahr 2024 ältere Menschen an die gewünschten Orte und legten dabei insgesamt 45343 Kilometer zurück.

Treffen zum Austausch: die freiwilligen Fahrerinnen und Fahrer sowie die Fachleiterinnen IBBS Laufental, Bea Aberle (3. v. l.) und Vreni Giger (vorne, 4. v. l.). Foto: Gaby Walther

Treffen zum Austausch: die freiwilligen Fahrerinnen und Fahrer sowie die Fachleiterinnen IBBS Laufental, Bea Aberle (3. v. l.) und Vreni Giger (vorne, 4. v. l.). Foto: Gaby Walther

Treffen zum Austausch: die freiwilligen Fahrerinnen und Fahrer sowie die Fachleiterinnen IBBS Laufental, Bea Aberle (3. v. l.) und Vreni Giger (vorne, 4. v. l.). Foto: Gaby Walther

Treffen zum Austausch: die freiwilligen Fahrerinnen und Fahrer sowie die Fachleiterinnen IBBS Laufental, Bea Aberle (3. v. l.) und Vreni Giger (vorne, 4. v. l.). Foto: Gaby Walther

Olga* und Martha*, beide 90 Jahre alt, wollen ihre ehemalige Schulkollegin im Seniorenzentrum in Oberwil besuchen. Mit dem öffentlichen Verkehr ist das etwas kompliziert, und da sie beide nicht mehr Auto fahren, bestellen sie den Fahrdienst und lassen sich hin- und zurückchauffieren. Der Fahrdienst «Fürenand Laufental» wurde im September 2021 von der IBBS Laufental in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz Baselland gegründet. Seither steigt die Nachfrage kontinuierlich.

Im letzten Jahr wurde mit 1600 Fahrten ein neuer Rekord aufgestellt. Von anfangs 7 freiwilligen Fahrern sind nun 23 Fahrerinnen und Fahrer freiwillig für ältere Menschen der Versorgungsregion Laufental im Einsatz. Sie fahren mit ihrem Privatauto die Seniorinnen und Senioren zum Arzt, zum Coiffeur, in die wöchentliche Physiotherapie, zum Einkaufen, zu einem kulturellen Anlass oder sonst, wohin sie wollen. Der weiteste Weg war bis nach Zug. Ausgeschlossen sind medizinische Notfälle oder Personen im Rollstuhl. Dafür gibt es einen speziellen, von der IBBS unabhängigen Fahrdienst.

Personen aus Nenzlingen und Blauen gesucht

Berechnet wird die Anzahl Kilometer (einen Franken pro Kilometer) ab Wohnort der Fahrerin oder des Fahrers und wieder retour. «Daher macht es Sinn, wenn wir in allen Laufentaler Gemeinden Fahrerinnen und Fahrer haben, damit der jeweilige Anfahrtsweg nicht zu lang ist», erklärt Vreni Giger, Fachleiterin IBBS Laufental. «Aus Blauen und Nenzlingen haben wir im Moment leider niemanden.» Bezahlt wird nach Ende der Fahrt bar. Für Wartezeiten über eine halbe Stunde verrechnet die Fahrerin oder der Fahrer fünf Franken pro weitere halbe Stunde.

Die meisten Fahrerinnen und Fahrer sind selbst im Pensionsalter, haben Zeit und freuen sich, etwas der Gesellschaft zurückgeben zu können. Sie geniessen den Kontakt und Austausch mit anderen Menschen. Viermal im Jahr findet ein Fahrertreffen statt. So auch am letzten Mittwoch im christkatholischen Pfarreisaal in Laufen. Neuste Informationen werden ausgetauscht und bei Kaffee und Kuchen der Kontakt untereinander gefestigt. «Wir sind immer auf der Suche nach weiteren Fahrerinnen und Fahrern», erzählt Vreni Giger. Die Freiwilligen geben an, wann sie Zeit haben, welche Tage passen, wann sie Ferien haben und wie oft sie in den Einsatz kommen wollen. «Wir sind mit der Einteilung sehr flexibel», fügt Vreni Giger an.

Weitere Infos unter: ibbs-laufental.ch/de/Fuerenand-Laufental/Fahrdienst.html

*Namen geändert

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