Der Erfolg des partner- schaftlichen Geistes

«Es braucht unglaublich viel Bereitschaft aller Beteiligten, damit ein solches Jahrhundertwerk gelingen kann.»

Stolz auf das Erreichte: (v.l.) Petra Hellemann vom BLW, Remo Breu vom Zentrum Ebenrain, Regierungsrat Thomas Jourdan, Altgemeindepräsident Dieter Wissler, Andreas Bubendorf vom Zentrum Ebenrain, Thomas Niggli und Rolf Riechsteiner von BSB+Partner u
Stolz auf das Erreichte: (v.l.) Petra Hellemann vom BLW, Remo Breu vom Zentrum Ebenrain, Regierungsrat Thomas Jourdan, Altgemeindepräsident Dieter Wissler, Andreas Bubendorf vom Zentrum Ebenrain, Thomas Niggli und Rolf Riechsteiner von BSB+Partner und der aktuelle Gemeindepräsident Michael Fuchs. Foto: Katja Schmidlin

Die Gemeinde Blauen feierte am vergangenen Samstag den Abschluss der Gesamtmelioration mit zahlreichen Ansprachen von Ehrengästen aus Bund, Kanton und Gemeinde. Dabei erntete die Gemeinde viel Lob für das gelungene Projekt, das mit dem Finanzierungs­beschluss des Landrats im März 2006 und der Zustimmung durch die Gemeinde im April 2009 seinen Anfang genommen hatte.

Thomi Jourdan, Baselbieter EVP-Regierungsrat und Vorsteher der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion, zeigte sich beeindruckt: «Blauen ist der Innovationshotspot des Kantons. Das kommunale Projekt besitzt Vorzeige­charakter. Es braucht die Bereitschaft aller Beteiligten, damit ein solches Jahrhundertwerk gelingen kann.» Eine Melioration sei ein partnerschaftliches Projekt aller zur langfristigen Sicherstellung der landwirtschaftlichen Nutzung unter Berücksichtigung der öffentlichen Interessen und der Ökologie. Die Zielsetzungen dieses schwierigen Prozesses seien in Blauen mehr als erreicht worden.

«Mit diesem Projekt konnten wir zeigen, dass Meliorationen nicht primär der Landwirtschaft dienen, sondern auch die Aspekte der Ökologie und der lokalen Bevölkerung ausgewogen berücksichtigt werden», betonte Petra Hellemann vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW). Der Bund habe das Projekt im Umfang von 39 Prozent der beitragsberechtigten Kosten mitfinanziert. Sie wies aber auch darauf hin, dass die Unterstützungsbeiträge von rund 85 Millionen Franken, mit welchen der Bund schweizweit die kommunalen Meliorationsverfahren unterstütze, inskünftig nicht mehr reichen würden. Bis im Jahr 2040 benötige der Bund den doppelten Betrag, um die Infrastrukturen langfristig zu sanieren und zu erneuern. Sie erinnert die Gemeinde daran, die neuen Infrastrukturen gut zu pflegen, damit sie möglichst lange erhal-

ten bleiben. Gemeindepräsident Michael Fuchs stellte daraufhin die Bildung einer

Wegkommission in Aussicht. Auch weitere Vertreter der beteiligten Parteien lobten die Gemeinde und zollten ihr für das Gelingen der Melioration Respekt. Andreas Bubendorf vom Zentrum Ebenrain hob aus kantonaler Sicht hervor, dass das Blauener das erste durch eine Gemeinde durchgeführte Meliorationsverfahren gewesen sei. Früher seien dafür von Grundeigentümern Genossenschaften gegründet worden. Er sei beeindruckt, dass mit Ausnahme einer einzigen Einsprache alle Streitigkeiten gütlich gelöst worden seien. Dass die Lösungsfindung bei divergierenden Interessen, die sich im Meliorationsprozess naturgemäss gegenüberstehen, teilweise auch harzig verlief, konnte man aus einzelnen Reden am Rande heraushören. Insgesamt aber zogen alle Beteiligten ein glückliches Fazit über den erfolgreichen und gelungenen Ausgang des Grossprojekts. Der amtierende Gemeindepräsident Michael Fuchs enthüllte zum Abschluss einen neu erstellten Gedenkstein, der an die Melioration erinnern soll.

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