Den Moment ausnutzen

Im Heimspiel gegen den FC Alle strebt Laufen den zweiten Saisonsieg an. Den psychologischen Vorteil hat Laufen, muss diesen aber nutzen.

Qualität: In Laufen hofft man, dass Bekim Halimi seine Offensivqualitäten bald in Tore umwandeln kann.  Foto: EH-Press
Qualität: In Laufen hofft man, dass Bekim Halimi seine Offensivqualitäten bald in Tore umwandeln kann. Foto: EH-Press

Achtung, fertig, los! Was wie das Startprozedere bei einem Sprintrennen tönt, war der Spielverlauf der samstäglichen Partien von Laufen und Alle. Der FC Laufen trat in Neuenburg, im Stadion Maladière gegen Xamax U21 an. Nach 30 Sekunden mussten die Laufentaler bereits zum zweiten Mal anspielen. Nach einem Fehlpass lancierten die Neuenburger einen Konter, der erfolgreich abgeschlossen wurde. Das Team von Trainer Mario Ritter war überrascht, aber nicht geschockt. In der dritten Spielminute legte sich Arben Gashi, der nach verbüsster Sperre im Mittelfeld zum Einsatz kam, das Spielgerät bereit und hämmerte den Freistossball via Lattenunterkante ins Tor. «Auf dem grossen Feld entwickelte sich ein gutes, schnelles Spiel. Der Kunstrasen trug da sicher auch seinen Teil dazu bei. Mit dem Ergebnis kann man leben, denn es war gerecht», so Ritter. Laufen trat nach dem Sieg gegen Oberdorf selbstbewusster auf. Dass der frühe Rückstand weggesteckt wurde, spricht für die Entwicklung in die richtige Richtung. Am Samstag muss Laufen den Moment nutzen respektive die Gunst der Stunde. Dem FC Alle sitzt das Spiel gegen Pruntrut noch immer arg im Nacken. Mario Ritter nennt die Jurassier zu Recht «Wundertüte». Spielerisch gehört Alle seit Jahren zu den besten Teams; das Nervenkostüm der Spieler jedoch nicht. Versagen unter Stresssituation auf dem Platz vermasselte bessere Platzierungen und sorgte für Negativschlagzeilen wegen Platzverweisen. So verbüsst Defensivspieler Bouhouche wegen eines Platzverweises noch fünf Spielsperren. Mit Holtz fehlt in Laufen ein weiterer Akteur nach einer roten Karte. Am Samstag stand das Team von David Raccordon weit neben den Schuhen. Anders ist es nicht zu erklären, dass man nach acht Minuten 0:3 und zur Pause 0:6 hintenlag. Zumindest vermochte man das Gesicht noch zu wahren und konnte die zweite Hälfte ausgeglichen gestalten. In Laufen wird man kaum mit breiter Brust beginnen. Da muss das Ritter-Team reagieren. «Wenn man Alle spielen lässt oder wenn sie gar in Führung gehen, wird es schwer. Wenn man sie aber unter Druck setzt, resignieren die Spieler schnell. Das müssen wir ausnutzen», nennt Ritter einen Weg zum zweiten Heimsieg.

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