Das tägliche Stück Glück
Wie entsteht ein Gesamtkunstwerk? Wenn sich Schülerinnen, Lehrer, Gemeinden und die Wirtschaft zusammentun. Und es versprüht täglich Freude.

was möchte ich als Erstes sehen, wenn ich am Morgen in die Schule gehe? Eine herzliche und lebendige Begrüssung!», sagte sich die damalige Gymnasiastin Leah Borer vor zwei Jahren. Daraus entstand nach viel, viel Arbeit ein Kunstwerk, das nun den Haupteingang des Gymnasiums Laufental-Thierstein in Laufen ziert. Vor einer Woche haben es 60 Gästen eingeweiht. Für einmal ist es nicht ein Kunstwerk, das in einer einsamen Werkstatt allmählich entstand. Nein, der Schulrat und Blauener Gemeindepräsident Dieter Wissler involvierte kurzerhand gleich alle Trägergemeinden des Laufentals und des Thiersteins, die zusammen mit der Baloise Bank, der EBL und der Kleinlützler MSL Schloss- und Beschlägefabrik das Kunstwerk finanzierten und einen Check von 7000 Franken übergaben. Katalysator des Werks ist der Gymnasiallehrer Martin Meury. «Ich versuche, der Schule mit jeder Schwerpunktklasse Bildnerisches Gestalten ein bleibendes Schülerkunstwerk zu hinterlassen», erklärte er. Meistens bewegen sich die Kunstwerke im Rahmen eines normalen Klassenbudgets. Doch diesmal wählten Schüler, Schulleitung und der Architekt ein Projekt aus, das sich in der Folge als sehr aufwendig herausstellte. Jeder einzelne Buchstabe musste aus der Stahlplatte herausgeschnitten und auf einen Abstandstift geschweisst werden.
Die Erschwilerin Leah Borer hat das Gymnasium längst verlassen und studiert mittlerweile Medienwissenschaften und Soziologie. Dennoch freut sie sich, dass nun ein Teil von ihr am Gymnasium verewigt ist und ihr Kunstwerk den Schülern jeden Tag Freude machen kann. Doch das Kunstwerk bereitet nicht nur den Schülern Freude. Auch Konrektor Rolf Grütter ist begeistert: «Wenn man am Morgen früh im Dunkeln um die Ecke kommt, gehen plötzlich die Lichter an und das ganze Kunstwerk und damit der Eingang strahlen im hellen Licht.» Wenn das mal keine herzliche Begrüssung ist!


