Crowdfunding bringt Projekte zum Fliegen

An einem Workshop unter der Ägide des Kulturforums Laufen und der Emil & Rosa Richterich-Beck Stiftung (ERS) zeigte die Crowdfunding-Plattform «wemakeit», wie Projekte erfolgreich finanziert werden können.

Neue Finanzierung: Rea Eggli von «wemakeit» (rechts) begleitet Projekte,Sarah Zuber machte damit gute Erfahrungen. Foto: Roland Bürki
Neue Finanzierung: Rea Eggli von «wemakeit» (rechts) begleitet Projekte,Sarah Zuber machte damit gute Erfahrungen. Foto: Roland Bürki

Hast du ein Projekt, das du finanzieren und zum Fliegen bringen möchtest?», fragt die Crowdfunding-Plattform «wemakeit» auf ihrem Flyer, der da vor einer Woche im Alts Schlachthuus auflag. Ihre Bilanz darauf lässt sich sehen: 1464 erfolgreiche Projekte mit 81708 Unterstützern, einer Gesamtunterstützungssumme von 13 Millionen Franken und einer Erfolgsquote von 66 Prozent. Natürlich gab und gibt es in der Region Laufental-Thierstein immer wieder zu finanzierende Projekte, grösstenteils in Form von Unterstützungsgesuchen. Die dann beispielsweise auf den Tisch der Emil & Rosa Richterich-Beck Stiftung flattern, wie Martin Blatter, ERS-Stiftungsrat und Präsident des Kulturforums Laufen, vor gut 20 interessierten Damen und Herren ausführte. «Was hinter den Gesuchen steckt, ist meist sehr schwierig abzuschätzen», stellte Blatter fest, «da bietet dieCrowdfunding-Plattform ‹wemakeit› mit ihrem definierten Projektablauf und ihrer Erfahrung eine grosse Hilfe.» Grund genug, an diesem Abend miteinem Workshop auf dieses so ge-nannte Crowdfunding einzugehen – ein Begriff, der sich aus den englischen Begriffen «crowd» für Menschenmenge und «funding» für Finanzierung herleitet.

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«Edle Schnittchen» kauft Blümchen

Eine solche Kampagne von 30 Tagen über «wemakeit» zu starten, erfordert einen Projektbeschrieb mit Bildern, ein Projektvideo und die angestrebte Zielsumme. «Mit digitaler Kommunikation kommen Sie am schnellsten zum Ziel», riet Eggli. Sarah Zuber vom Kabarett-Duo Edle Schnittchen berichtete über dessen erfolgreiches Crowdfunding. «Die massgeblichen Vorarbeiten zum Start der Kampagne dauerten ein ganzes Jahr», zählte Zuber Arbeiten an Fotos, Homepage, dem besonders wichtigen Video und dem neuen Programm auf. «Am Schluss konnten wir mit den erreichten 4400 Franken unsere benötigten Schirmchen, Blümchen, Instrumentchen oder Stühlchen kaufen», schmunzelte sie.

Stiftung will Crowdfunding fördern

Wie Martin Blatter am Schluss ankündigte, will die Emil & Rosa Richte-rich-Beck Stiftung bis zu vier konkrete Projektideen im Laufental-Thierstein mit einem «wemakeit»-Workshop unterstützen. Sollten die Projekte den Förderkriterien der Stiftung entsprechen, würde diese für das meist harzige zweite Spendendrittel, das so genannte «Tal der Tränen», aufkommen, wenn das erste Drittel zustande gekommen ist. «Diesen Betrag zahlt die ESR nur aus, wenn die Finanzierung am Schluss auch erreicht wird», schloss Blatter.

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