Breitensport – lebendig wie eh und je

Am achten Regioturnfest Laufental/Dorneck-Thierstein massen sich letzten Samstag sechshundert Sportlerinnen und Sportler bei hochsommerlichen Temperaturen in verschiedenen Disziplinen.

Barrenkünstler: Der Turnverein Holderbank war am Samstag in Zwingen zu Gast. Fotos: Dimitri Hofer

Barrenkünstler: Der Turnverein Holderbank war am Samstag in Zwingen zu Gast. Fotos: Dimitri Hofer

Treffsicher: Der Fachtest Allround verlangte von den Sportlern ein genaues Auge.

Treffsicher: Der Fachtest Allround verlangte von den Sportlern ein genaues Auge.

Das Experiment, von dem OK-Präsident Mario Borer sprach, konnte nach einem Augenschein vor Ort auf der Grossmatt als gelungen bezeichnet werden. Erstmals teilten sich mit dem Turnverein Brislach und dem Turnverein Zwingen zwei breitensportliche Institutionen die Organisation des Regioturnfests. Die Sportler boten dem zahlreich erschienenen Publikum am vergangenen Samstag in Zwingen mit Leichtathletik, Geräteturnen und einer traditionellen Nationalsportart ein äusserst abwechslungsreiches Programm.

Die beiden Veranstalter durften rund dreissig Turnvereine begrüssen, von denen einige eine längere Anreise hinter sich hatten. Aus dem Aargau war der STV Oberkulm ins Laufental gekommen, um im Kugelstossen, in der Pendelstafette und im Weitsprung anzutreten sowie um in der Halle den Fachtest Volleyball zu absolvieren. Ingesamt nahmen zwölf Gastsektionen am Regioturnfest teil, die meist aus den Kantonen Baselland und Solothurn stammten. Ein Grossteil der Sportlerinnen und Sportler trat jedoch für regionale Vereine aus dem Schwarzbubenland und dem Bezirk Laufen an.

So vielseitig wie die Herkunft der Teilnehmer gestalteten sich auch die Sportarten, welche in der sommerlichen Hitze für unzählige Schweissperlen sorgten. Klassische Wettkämpfe wie Kugelstossen und Hochsprung wurden auf dem grossflächigen Areal neben neueren Mannschaftsdisziplinen wie etwa dem sogenannten Ball-Kreuz ausgetragen. Dieses hektische Spiel, bei dem den Teamkameraden unterschiedliche Bälle zugeworfen werden müssen, war Teil eines Angebots für ältere Turner. Viele Vereine stellten bei den Fachtests ihre Fähigkeiten im Korbball und anderen Sportarten unter Beweis.

Den Tests kritisch gegenübersteht wiederum der Turnverein Brislach, der dadurch die traditionellen Disziplinen vernachlässigt sieht, wie Oberturner Severin Pflugi zu Protokoll gab. Deshalb konzentrierte sich die eine Hälfte des Organisatorenduos auf Etabliertes wie Weitwurf oder Schleuderball. Mit dem urchigen Steinheben, welches in der Schweiz nur in wenigen Turnvereinen trainiert wird, konnten die kräftigen Brislacher ausserdem bei den anwesenden Freunden des helvetischen Brauchtums punkten.

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