Brasilianisches Temperament gemischt mit schweizerischer Perfektion

Samba-, Rock- und Blues-Schritte waren am letzten Samstag angesagt – Marc Sway und seine siebenköpfige Band brachten das Publikum in Laufen zum Tanzen.

Animiert zum Mitmachen: Marc Sway und seine Band will in Laufen das Publikum nicht nur laufen sehen, sondern auch zum Hochspringen animieren. Foto: Gaby Walther
Animiert zum Mitmachen: Marc Sway und seine Band will in Laufen das Publikum nicht nur laufen sehen, sondern auch zum Hochspringen animieren. Foto: Gaby Walther

Marc Sway ist den meisten bekannt als charmantes Jurymitglied der zweiten Staffel der Fernsehshow «The Voice of Switzerland». Sicher auch dank dieser Bekanntheit war das Alte Schlachthuus am letzten Samstag fast ausverkauft. Nicht nur Erwachsene, sondern auch ein paar Kinder wollten den sympathischen Vollblut-Musiker einmal live erleben und nutzten diese einmalige Chance, denn in Laufen fand sein Tournee-Abschluss-konzert von «Black&White» statt. Enttäuscht wurde gewiss niemand.

Mit seiner tiefen, warmen, ruhigen Stimme, seinem brasilianischen Temperament und seinem ansteckenden Lachen gewann Marc Sway das Publikum von Anfang an für sich. Er hatte sich ein bisschen über seinen Auftrittsort informiert, wusste, dass Ricola und «Mohrenköpfe» in Laufen hergestellt werden und «dass niemand gezwungen werden kann, von Zwingen nach Laufen zu laufen». Sways Musik ist schwer einzuordnen, nicht zu kategorisieren. Ein grosses Spektrum war zu hören, von Blues, Rhythm & Soul über Samba bis zu Rock und Pop. Dieser Stilmix, welcher zur multikulturellen Herkunft von Sway passt, machte auch das Besondere des Abends aus. Während man sich hinreissen liess von den brasilianischen Klängen und dem feurigen Tanz der Backgroundsängerin Carmen Sway, seiner Schwester, zum Spiel der Conga, wechselte der Sänger im nächsten Lied zum groovigen Blues, «um nicht den Boden unter den Füssen zu verlieren und wieder in die gemütliche Schweiz zurückzukehren», wie er lachend meinte.

Begleitet wurde der Brasil-Schweizer von der siebenköpfigen Band, welche nicht im Schatten von Sway blieb, sondern immer wieder ihr Können beweisen konnte. Da war Roberto Hacaturyan, der nicht nur super trommelte, sondern mit Marc einen rassigen Rap mit Beatboxen auf die Bühne zauberte. Oder Jeremy Baer an der Gitarre, der einfühlsam ein brasilianisches Schlaflied spielte, während Sway mit sanfter Stimme dazu sang. Viel zu schnell ging die Zeit vorbei. Nach 90 Minuten und einer Zugabe verabschiedete sich die Band und liess sich, zur Enttäuschung der Fans, auch nicht mehr für ein Autogramm blicken.

 

Weitere Artikel zu «Laufental», die sie interessieren könnten

Patrick Staub: «Die Weiden sind abgegrast, die Tiere müssen bereits aus dem Wintervorrat gefüttert werden.» Fotos: Bea Asper
Laufental15.07.2026

Zitterpartie in der Landwirtschaft

Der Mais prägt das Bild im Laufental und ist in der Landwirtschaft wichtiger Energielieferant. Sollte der Mais die Trockenheit nicht überleben, könnte dies…
In den Fussstapfen des Urgrossvaters: Iris Amacher setzt als Vergolderin eine Familientradition fort. Fotos: ROMANA VON TANA
Laufental15.07.2026

Der goldene Rahmen von Laufen

Mit der wachsenden Bekanntheit der Detektei häufen sich sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung. Eine davon führt Jonas Lenz in ein Laufner Rahmenatelier.…
Kümmert sich um den Planetenweg: Bruno Stähli beim Planeten Erde mit Mond. Fotos: Martin Staub
Laufental15.07.2026

Beliebter Planetenweg wird aufgefrischt

Der Planetenweg in Laufen erfreut sich grosser Beliebtheit. Dies beweisen die zahlreichen rund 200-seitigen Gästebücher, welche alle voll sind von Lob und…