Biomill erhält Kulturpreis

Am Freitag verlieh Regierungsrat Urs Wüthrich die Kulturpreise 2011 des Kantons Basel-Landschaft. Der Förderpreis ging an das Team Biomill Laufen.

Blumen für das Biomill-Team: (v. l.) Christian Bieli, Tobias Müller, Christine Bloch, Regierungsrat Urs Wüthrich, Roland Mamie, Michael Saner und Manfred Lindenberger. Vom Team fehlen Fabienne Steiner und Martin Strauss.  Foto: Martin Staub
Blumen für das Biomill-Team: (v. l.) Christian Bieli, Tobias Müller, Christine Bloch, Regierungsrat Urs Wüthrich, Roland Mamie, Michael Saner und Manfred Lindenberger. Vom Team fehlen Fabienne Steiner und Martin Strauss. Foto: Martin Staub

Die Überraschung war riesig, als das Team Biomill vor einigen Wochen von seinem Glück erfuhr. Biomill Laufen sollte mit einem der drei Baselbieter Kulturpreise ausgezeichnet werden. Immerhin hatten die acht jungen Kulturschaffenden Zeit, sich auf das grosse Kulturpreisfest in der Dreispitz Eventhalle D vorzubereiten. Ein öffentliches Mediengespräch mit den andern Preisträgern – Norbert Mandel, Kulturpreis 2011 (Konzertfabrik Z7) und Christian Plösser, Spartenpreis Musik 2011 (Musikprobezentrum «Rockfact») – bot Gelegenheit, dem Publikum, die Bedeutung dieser Auszeichnung und die Institution Biomill näher- zubringen.
Seit 2004 organisieren die acht Laufentaler in der ehemaligen Tierfutterfabrik Biomill einen Event pro Monat: Konzerte in den Bereichen Rock, HipHop, eletronische Musik sowie Themen-Partys. «Wir sind immer offen für neue Musik», erklärte Christian Bieli, eines der Gründungsmitglieder. «Wir streben eine gewisse Stilvielfalt von U-Musik für ein Zielpublikum zwischen 18 und 30 an», ergänzte Roland Mamie, ebenfalls «Biomiller» der ersten Stunde. Moderatorin Katja Reichenstein verstand es, zwischen Preisträgern, Kulturdirektor Urs Wüthrich und Tobit Schäfer, Geschäftsführer Rockförderverein Region Basel, ein spannendes Gespräch in Gang zu bringen. So stellte Norbert Mandel fest, dass die Zahl der neuen Bands allmählich unüberblickbar werde. «Ich schaff es jedenfalls schon lange nicht mehr, die vielen Demobänder, die bei mir eingehen, auch nur ein einziges Mal abzuhören.» Ein Trend, den Schäfer bestätigte: «Dieser Markt wird tatsächlich immer grösser, das Publikum aber bleibt und kann nicht mehr konsumieren.» Als positiver Aspekt kristallisierte sich heraus, dass die Jungen vermehrt wieder den Zugang zu Musikinstrumenten finden.
Erst bei der Preisübergabe, bei welcher ein Kurzfilm das Biomill-Team und ihr Terrain den Gästen (darunter die Basler Jazzgrösse George Gruntz) vorstellte, wurde die Verwendung des Preisgeldes (10 000 Franken) verraten: «Unser Lokal braucht dringend einen neuen Boden.»

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