Bereit für ein Pfarramt

Zwei Theologinnen und ein Theologe wurden am Sonntag in der reformierten Kirche ordiniert. Unter ihnen Leila Thöni, die seit Anfang August in Stellvertretung als Pfarrerin in Laufen wirkt.

Neu im Amt: Gemeinsam mit Konventsmitgliedern freuen sich die frisch ordinierten Personen (v.l.) Franziska Eich, Katrin Frey, Urs Thönen, Leila Thöni und Cornelia Schmidt. Foto: zvg

WoS./tim. Ein seltener Anlass für Laufen fand am vergangenen Sonntag in der ­reformierten Kirche Laufen statt: Zwei Theologinnen und ein Theologe aus dem Kanton Baselland wurden feierlich ordiniert. Somit können sie künftig ein Pfarramt in einer Schweizer reformierten Kirche ausüben. Die drei Profis sind also bestens vorbereitet für ihren anspruchsvollen Beruf – und sie haben auch bereits eine Stelle.

Pfarrerin Cornelia Schmidt Messingschlager, landeskirchlich beauftragte Begleiterin Theologiestudierende und Co-Präsidentin des Baselbieter Pfarrkonvents, überreichte gemeinsam mit Franziska Eich Gradwohl (Mitglied des ­Konvents) die Ordinationsurkunden. Die Ordination ist der kirchliche Auftrag zum Dienst an Wort und Sakrament sowie zur Seelsorge (VDM = Verbi Divini Minister). Sie bedeutet die Aufnahme in die Pfarrschaft einer Landeskirche.

Im Glauben wurzelnde Grundhaltung

«Katrin, Leila und Urs sind Einladung und Motivation für andere Mitmenschen, um den Pfarrberuf in seiner Tiefe und Weite näher kennen und schätzen zu ­lernen – und selber die Ausbildung zur Pfarrerin oder zum Pfarrer anzutreten», sagt Pfarrerin Regine Kokontis, Kirchenratspräsidentin der reformierten Kirche Baselland. «In der Ordination bekennt die angehende Pfarrperson, dass für sie die im christlichen Glauben wurzelnde achtungsvolle Grundhaltung für Beruf und private Lebensgestaltung prägend ist», erklärte sie weiter. Die frisch ordinierten Personen seien nun in der Lage, «die befreiende und engagierende Botschaft von Jesus Christus zu verkünden und durch ihr Leben zu bezeugen».

Katrin Frey, Leila Thöni und Urs Thönen haben ihr Theologiestudium und ihre praktische Ausbildung (Vikariat) mit dem Schlussexamen erfolgreich abgeschlossen. Am frühen Sonntagabend wurden sie in der reformierten Kirche Laufen ordiniert. Gemeinsam hatten der Kirchenrat und der Pfarrkonvent der ­reformierten Kirche Baselland zu diesem feierlichen Gottesdienst eingeladen.

Pfarrerin Leila Christina Thöni ist 29 Jahre alt und in Pratteln aufgewachsen. Sie hat einen Bachelor und Master in Theologie an der Universität Basel. Das Vikariat absolvierte sie in der Reformierten Kirchgemeinde Laufental bei Pfarrerin Regine Kokontis. Seit dem 1. August arbeitet sie als Pfarrerin in Stellvertretung in Laufen.

Start mit dem Konf-Lager

Sie hat die ersten zehn Tage in Laufen als sehr spannend empfunden. Gleich zu Beginn habe sie die Konfirmandinnen und Konfirmanden ins Konf-Lager ­begleiten dürfen: «Das war ein steiler, aber ein sehr schöner Start», berichtet sie. Auch die Ordinationsfeier sei sehr eindrücklich gewesen, als die drei zu ­ordinierenden Personen in Begleitung der beiden Pfarrerinnen, die die Ordination vornahmen, «in die rappelvolle ­Kirche eingezogen sind». Es sei ein sehr eindrücklicher Gottesdienst gewesen, an dem zwei Ordinierte predigen durften, während der dritte Ordinierte das Abendmahl feierte. Danach sei man herzlich von anderen Pfarrerinnen und Pfarrern der reformierten Landeskirche ­aufgenommen worden. «Es war eine schöne und würdige Feier», hält Leila Thöni abschliessend fest.

Alle drei sind bereits in der Seelsorge tätig

Pfarrerin Katrin Frey ist 37 Jahre alt und in Titterten und Frenkendorf aufgewachsen. Sie hat Theologie mit Schwerpunkt semitische Philologie in Basel, Zürich und Israel studiert. Den Master machte sie Anfang 2017 an der Universität Basel. Danach lebte und arbeitete sie gut sieben Jahre in London. Sie wird ab September im Kanton Zug arbeiten.

Pfarrer Urs Thönen ist 50 Jahre alt. Er hat an der Universität Basel den Studiengang für den Quereinstieg in den Pfarrberuf absolviert und dort 2019 den Master in Theologie erworben. Das Vikariat machte er in der reformierten Kirche Frick. Ab 15. August wird er in Frenkendorf-Füllinsdorf als Pfarrer in Stellvertretung wirken. Davor war er während 25 Jahren als Jurist in Basel, Zürich und Lausanne tätig. Urs Thönen ist in Allschwil aufgewachsen, wo er auch mit seiner Familie wohnt.

Weitere Artikel zu «Laufental», die sie interessieren könnten

Treffsicher: Der Laufner Kay Segginger kommt immer besser in Fahrt. Er ist plötzlich zum Topskorer geworden. Foto: eh-presse
Laufental18.02.2026

Jubel, Hoffen oder Bangen für Laufen?

Der EHC Laufen trug am Mittwoch sein Rückspiel der «Achtelfinals» gegen den EHC Bern 96 II aus. Wie es weitergeht, zeigte sich erst nach Redaktions-schluss.
«Almosen»: Die Millennium-Waggis fahren mit der Kirche durch den Umzug und laden zum Beichten ein. Fotos: Gaby Walther
Laufental18.02.2026

Unter nass-farbigem Konfettiregen

Für feuchtfröhliche Stimmung sorgte in diesem Jahr nicht nur der Alkohol: Viel Regen fiel während der Fasnachts-tage. Immerhin die Umzüge am Sonntag konnten bei…
Dr Abgstämpfleti: Ein Solist aus Breitenbach.
Laufental18.02.2026

Schnitzelbangg-Gala läuft nicht einfach, sie galoppiert

Die Schnitzelbangg-Gala am Fasnachtsmontag entführte das Publikum auf einer vierstündigen Reise mit Poesie und Kreativität dorthin, wo die Region, die Schweiz…