Autorin plaudert aus dem Nähkästchen

Aus ihrem Erstlingswerk «Jonas bleibt» las die junge Autorin Arja Lobsiger im Kulturforum Alts Schlachthuus. Sie beeindruckte mit ihrer Erzählkunst und ihrem Stil das Publikum

Die Autorin: Arja Lobsiger las im Kulturforum «Alts Schlachthuus» aus ihrem ersten Roman «Jonas bleibt». Foto Thomas Immoos)
Die Autorin: Arja Lobsiger las im Kulturforum «Alts Schlachthuus» aus ihrem ersten Roman «Jonas bleibt». Foto Thomas Immoos)

Für ihren Roman «Jonas bleibt» hat Ariane Lobsiger schon einige Anerkennung erhalten: Förderpreise von Berner Gemeinden und des Kantons Bern zum Beispiel. Während einigen Jahren hat die 32-jährige Schriftstellerin als Lehrerin in Breitenbach gewirkt. Heute wohnt und arbeitet sie in der Region Biel.

Der Region Laufental-Thierstein ist sie aber verbunden geblieben. Dies zeigte sie mit einer Lesung aus ihrem Erstlingsroman «Jonas bleibt». Wie Linard Candreia in seinen Begrüssungsworten ausführte, «handelt das Buch von keinem leichten Thema – vom Tod». Arja Lobsiger erzählt in ihrem Roman vom Tod eines Buben in einem Teich und wie die Familie damit umgeht. Es zeigt den Weg einer Familie aus einer ausweglos scheinenden Situation.

Sie erzählt in einem ebenso poeti-schen, aber schlanken, wie eleganten und rhythmischen Stil. Dabei versteht sie es, wie die kurzen Passagen, aus denen sie vorlas, erkennbar wurde, Stimmung zu erzeugen und den Leser am Schicksal der Protagonisten mitfühlen zu lassen.

Das Buch ist vor sechs Monaten im renommierten orte-Verlag erschienen. Seither hat der kurze Roman bereits weitherum Beachtung gefunden. Arja Lobsiger ist Absolventin des Literaturinstituts Biel. Dort hat sie insbesondere Förderung durch den Schriftsteller Hansjörg Schneider erfahren, der Kontakte zum Verlag herstellte. Die Autorin erzählte von ihrer Arbeit, wie sie an den Sätzen drechselte, Kapitel umstellte, umformulierte. Manchmal habe der Verlag sogar gedrängt, mit dem Ändern aufzuhören. Auf diese Weise habe es Tage gegeben, an dem nur eine Seite fertiggestellt wurde.

Am Anfang

«Ich schreibe, seit ich denken kann», berichtete sie weiter. Entstanden sind Kurzgeschichten, Gedichte und nun dieser Roman. Ein nächstes Projekt sei in Arbeit; mehr dazu will sie natürlich nicht verraten. Nur so viel: «Seit dem Sommer 2017 schreibe ich an einem neuen Roman.» Bei ihren bisherigen Lesungen hät-ten einige Leser gesagt, es sei ein trauriges Buch. Anderen habe es sehr geholfen, eine ähnliche Situation zu bewältigen, berichtete Anja Lobsiger von ihren Kontakten mit ihren Leserinnen und Lesern.

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