Ausstellung Rosengarten

Bis am 21. April 2025 stellt die Laufner Künstlerin Bettina Tschanz-Durandi im Seniorenzentrum Rosengarten ausgewählte Werke aus. Die Vernissage, musikalisch umrahmt von Ida-Lin Hübscher, war ein Erfolg.

Die Künstlerin: Bettina Tschanz-Durandi vor dem raffiniert hinterleuchteten Bild «Licht». Foto: Thomas Brunnschweiler

Der Titel der Ausstellung, die am 4. Dezember eröffnet wurde, heisst «Potpourri». Ursprünglich war ein Potpourri ein Gefäss, in dem man wohlriechende Pflanzen aufbewahrte, die den Raum beduften sollten. Die Ausstellung ist ein optisches Potpourri, das mit oft sehr pastellartigen Farben die Raumatmosphäre prägt. Georges Thüring, der Präsident des Stiftungsrats des Seniorenzentrums Rosengarten, hielt die Begrüssung. Im Anschluss sang Ida-Lin Hübscher zwei Lieder aus ihrem reichhaltigen Repertoire. Peter Jäckle, der Vorsitzende der Kunstkommission, stellte die Malerin vor. Die 1960 geborene Bettina Tschanz-Durandi besuchte die Kunstgewerbeschule in Basel und ist diplomierte Gestalterin und Innendekorateurin. Seit 17 Jahren lebt sie in Laufen. Sie spielt Querflöte und pflegt das Chorsingen, ist Mutter zweier erwachsener Töchter und Oma von drei Enkelinnen.

Rote Erde aus Röschenz

Die Vorbilder der Künstlerin sind Paul Klee, Paul Cézanne und Henri Matisse, wobei sich im grossen Bild «Liebespaar» auch die Einflüsse von Pablo Picasso nicht übersehen lassen. Bettina Tschanz-Durandi arbeitet vor allem in Aquarell-, Acryl- und Mischtechnik. Eine Ausnahme bildet das quadratische Bild «Licht» in Emailfarbe, das mit LED-Lämpchen hinterleuchtet ist und damit im Grunde eine Lichtinstallation darstellt. Mit Ausnahme weniger abstrakter Gemälde malt die Künstlerin Landschaften. Doch sie vermeidet jegliche naturalistische Darstellung, sondern schafft die Landschaften aus sich heraus neu. In den schemenhaften, leichten Aquarellen werden Bäume und Häuser oft nur angedeutet, und vieles muss im Weiss des Untergrunds hinzugedacht werden. Auf dem Bild «Laufen», das mit dem Komplementärkontrast von Gelb und Violett spielt, ist der Einfluss von Klee nicht zu leugnen. Die Kirche und die Häuser sind in ein formales Raster eingepasst, das die Motive zusammenhält und ausbalanciert. Das Bild «Eis» in kalten Farben lässt die Betrachtenden fast etwas frösteln; die Bäume darauf scheinen über der Eisfläche zu schweben. Herausstechend ist die abstrakte «Trilogie», bei der die Künstlerin die rote Erde der «Roti Grueb» von Röschenz sowie Kohle benutzte. Dieses Bild hebt sich von den anderen ab und erinnert in seinem archaischen Gestus etwas an den spanischen Künstler Antoni Tàpies. Die gezeigten Werke aus zwanzig Jahren beweisen Farbensinn und Formgespür der Künstlerin.

Besuch lohnt sich

Die Preise der Bilder bewegen sich zwischen 150 und 900 Franken und sind durchaus angemessen. Ein Gaumenkunstwerk stellte der vielfältige Apéro riche dar, der weder mit Geschmacksnoten noch mit optischen Effekten geizte. Während Ida-Lin Hübscher nochmals einige Lieder zum Besten gab, diskutierten die Gäste stehend oder an den Tischen. Die Ausstellung ist frei zugänglich und kann im Seniorenzentrum Rosengarten am Schützenweg 11 in Laufen täglich besucht werden.

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