Ausschluss von Mitgliedern

KMU Laufental ist ein aktiver Gewerbeverein. Über 100 Personen nahmen beispielsweise am Gwerbler-Usflug teil oder besuchten die GV von letztem Freitag. Gleichzeitig ist die Zahlmoral betreffend Mitgliederbeitrag bei einem Drittel der Vereinsmitglieder schlecht.

Verabschiedung: Präsident Marc Scherrer (hinten r.) dankt Thomas Disler (hinten l.) für seinen Einsatz beim Gewerbeverein KMU Laufental.

Verabschiedung: Präsident Marc Scherrer (hinten r.) dankt Thomas Disler (hinten l.) für seinen Einsatz beim Gewerbeverein KMU Laufental.

Nachtessen nach der Versammlung: Der Verein Schwanenzunft bediente in Liesberg die Mitglieder des Gewerbevereins KMU Laufental. Fotos: Gaby Walther

Nachtessen nach der Versammlung: Der Verein Schwanenzunft bediente in Liesberg die Mitglieder des Gewerbevereins KMU Laufental. Fotos: Gaby Walther

Liesberg

Zügig wie immer, aber auch mit klaren Worten, führte Präsident Marc Scherrer am letzten Freitag in der Kulturhalle Seemättli in Liesberg durch die 37. GV des Gewerbevereins KMU Laufental. In seinem Jahresbericht lobte er als Highlight das Behördenapéro und schaute zufrieden auf den Verlauf der Totalsperre der Bahnstrecke im letzten Jahr zurück: «Es gab wenige Zwischenfälle. Die Organisation, nicht nur für den Privatverkehr, sondern auch für unser Gewerbe, verlief reibungslos, auch dank dem Einsatz der Promotion Laufental und unseren Landräten.» Den Neujahrsempfang fand er toll, das Catering etwas suboptimal. Es sei immer ein teurer Anlass, weshalb man im nächsten Jahr den Neujahrsempfang in einer anderen Form planen möchte und eventuell eine andere Location wählen wolle. Beim Gwerbler-Usflug in den Neuenburger Jura, an dem rund 100 Personen teilnahmen, ebenfalls einem beliebten Anlass, sei reklamiert worden, dass einige sich nicht an die Abfahrtszeiten halten würden, dadurch andere warten müssten und dass einige ihre Rechnungen im Restaurant nicht beglichen hatten.

Weiterhin tiefer Mitgliederbeitrag

An Disziplin fehlt es auch beim Begleichen der Mitgliederbeiträge. In zahlreichen Stunden hatte sich Finanzchef Tobias Brunner mit den Fehlbeträgen auseinandergesetzt. «Es gab einerseits Probleme mit dem Mailversand, sodass wir die Rechnungen zusätzlich per Post verschickten, andererseits gibt es einige, die ihren Mitgliederbeitrag auch nach mehrmaligem Mahnen nicht bezahlen oder ihren Austritt aus dem Verein nicht melden», erklärte Brunner. Rund ein Drittel der Mitglieder müsste gemahnt werden. Nun wurde aufgeräumt und Mitglieder, die auch nach mehrmaligem Mahnen nicht bezahlt hatten, wurden aus dem Verein ausgeschlossen. Zusammen mit regulären Austritten sank die Mitgliederzahl um 40, während 10 neue Mitglieder beitraten. Aktuell zählt der Verein 317 Mitglieder. Die Jahresrechnung schliesst mit einem Aufwandüberschuss von 30 000 Franken ab, für 2026 ist ein Minus von 10 000 Franken budgetiert. Trotzdem will der Verein am aktuellen tiefen Mitgliederbeitrag festhalten. Bei einem Eigenkapital von 100 000 Franken sei dies durchaus vertretbar, meinte Scherrer.

Thomas Disler tritt zurück

Nach 28 Jahren, zuerst in der Rechnungsrevision und seit 2002 im Vorstand, trat Thomas Disler an der GV aus dem Vorstand aus und wurde zum Ehrenmitglied gewählt. Marc Scherrer wird dessen Aufgaben — Berufsbildung und Lehrlingswesen — übernehmen. Melden darf sich bereits jetzt jemand, der oder die das Ressort Standbau übernehmen möchte, denn Heinz Mildner hat den Rücktritt aus dem Vorstand in einem Jahr angemeldet. Neu konnte Marc Eng als Ersatzrevisor gewonnen werden.

Auf dem Programm des Vereinsjahres stehen wieder die Gratulationsfeier, der Gwerbler-Usflug, das Behördenapéro und der Neujahrsempfang. Neu hinzu kommt eine Lehrstellen-Tischmesse, durchgeführt am 20. Oktober in der Sekundarschule Laufen. Die Lange Tafel wird neu nicht mehr der KMU Laufental, sondern neu die IG Laufen organisieren. Abgestimmt wurde im Weiteren über Statutenänderungen. So öffnet sich der Verein: Neu können KMU nicht nur aus dem Laufental, sondern auch aus dem umliegenden Gebiet dem Verein beitreten.

Nach dem offiziellen Teil wurden die 115 Personen von insgesamt 80 Firmen durch die Schwanenzunft Liesberg mit einem Nachtessen bewirtet.

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