Aufstiegsfeier im Doppelpack
In der Region gab es am Sonntag einiges zu feiern. Um 15 Uhr stand der Aufstieg des FC Zwingen in die 2. Liga fest und eine Stunde später lagen sich in Rheinfelden die Fussballerinnen des FC Breitenbach in den Armen. Auch sie steigen in die 2. Liga auf.

Die beiden Aufstiege sind nicht vergleichbar, aber gewisse Parallelen sind da. Beide eilten von Sieg zu Sieg. Zwingen blieb 20 Runden ohne Punktverlust, die Breitenbacherinnen haben aktuell ebenfalls in 20 Begegnungen keinen Punkt abgegeben. Die Entwicklung des Frauenteams in Breitenbach beleuchten wir in der Ausgabe vom 4. Juni, nachdem das letzte Heimspiel gegen Telegraph am 29. Mai zur Aufstiegsparty bestimmt wurde.
1978 stieg der FC Zwingen erstmals in die 2. Liga auf und wurde zu einer führenden Equipe. Der Gang ins Eichhölzli war bei den Gegnern gefürchtet. Die Laufentaler spielten erfolgreich, hatten in der Saison 1980/81 die sportlich erfolgreichste Zeit. Im Basler Cup gewann Zwingen den Final 1:0 gegen Breite Basel und kam in der Meisterschaft hinter den Old Boys auf Platz zwei. Danach pendelten die Laufentaler zwischen der dritten und vierten Liga, mit fünf Promotionen in die 3. Liga. Am Sonntag durften Spieler, Staff und Funktionäre nach dem 5:0-Sieg in Basel gegen Concordia und der gleichzeitigen Heimniederlage von Nordstern gegen Rossoneri den Aufstieg feiern — aus Sicht aller Beteiligten absolut verdient. «Das Spiel war bereits um 15 Uhr vorbei, und weil Sonntag war, hielten wir uns etwas zurück. Zeit zum Feiern hatten wir trotzdem genug», sagte Trainer Tobias Fumagalli. Nach den beiden Niederlagen zuletzt sei niemand nervös geworden. «Wir wussten, dass wir es schaffen, und mussten uns nur auf unser Leistungsvermögen fokussieren.» Der ehemalige Topstürmer will keine Spieler hervorheben, auch sich selbst nicht. «Wir waren als Team stark, die Mischung stimmt ganz einfach.» Er sagt, dass er anfänglich Bedenken hatte, jenseits des Eggfluetunnels mit den als speziell bezeichneten Leuten aus dem Laufental und Schwarzbubenland klarzukommen. Heute sagt er, dass es eine ganz tolle Zeit gewesen sei. «Der Zusammenhalt in diesem Klub ist beeindruckend, alle sind füreinander da. Es gab immer wieder gute Gespräche und trotz der Zeit als klarer Leader hob niemand ab.» Fumagalli meint auch, dass sein Anspruch an sich, was Leistung betrifft, immer höher war als an die Spieler. «Das Feedback kommt von aussen, und wenn man Erfolg hat, ist man immer ein guter Trainer», lacht er. Dann wechselt Fumagalli plötzlich in die Vergangenheit. «Es war eine unglaubliche Zeit in Zwingen und ich werde den Klub immer in meinem Herzen haben.» Am Freitag traf er sich zu einem ungezwungenen Kaffee-Gespräch, dann bereitete er das Spiel gegen Concordia vor. Nach der Aufstiegsparty ging alles sehr schnell. «Am Montagmorgen sagte ich dem Sportverantwortlichen von Amicitia Riehen mündlich zu. Ein Vertrag ist keiner unterschrieben. Es ist ein Bauchgefühl, ich spüre jedoch, dass es richtig ist, eine Station weiterzuziehen.» Danach wurden die Vereinsführung und das Team informiert. «Ich bin für klare Verhältnisse und kann so etwas nicht lange mit mir herumtragen.» Zwingen brauche die eine oder andere Verstärkung, aber eine solche, die zum Verein passe. Der Klassenerhalt sei machbar, zumal auf dem Eichhölzli der Sieg nicht einfach zu holen sei. Er wird mit seinem neuen Team ebenfalls ins Eichhölzli fahren müssen.
In der 2. Liga besiegte Breitenbach Amicitia Riehen 6:3 und hat Platz drei auf sicher. In der 3. Liga verlor Laufen gegen Leader Timau 1:4 und Röschenz holte gegen Möhlin-Riburg ein 2:2.


