Architekten aus aller Welt in Laufen

Laufens Badspezialist sponserte 10 000 £ (brit. Pfund) für die fünf genialsten Einfamilienhäuser. 80 Architekten aus der ganzen Welt nahmen an der Ausstellungseröffnung der prämierten Objekte im Laufen Forum teil.

Neues Kinderspital UKBB: Die zahlreichen Gäste aus aller Welt liessen sich von der Architektur in Basel und Zürich beeindrucken.  Foto: Jürg Jeanloz
Neues Kinderspital UKBB: Die zahlreichen Gäste aus aller Welt liessen sich von der Architektur in Basel und Zürich beeindrucken. Foto: Jürg Jeanloz

Das Einfamilienhaus hat im letzten Jahrhundert eine unheimliche Entwicklung durchgemacht. War es früher eher Selbstzweck und Ort des Wohnens, ist es heute für viele Menschen ein Stück Identität geworden. Entsprechend haben sich viele Architekten dem Einfamilienhaus zugewandt und zum Teil kühne Projekte entworfen. Mit den Privathäusern haben sich auch die Badezimmer gewaltig verändert und sind zu Wellness- und Hygieneräume umgestaltet worden.
«Wir möchten die Architekten in ihrer Arbeit unterstützen und haben deshalb den AR House Award gesponsert», erklärt Marc Viardot, Marketingdirektor von Laufen Bathrooms AG (ehemals Keramik). Das Einfamilienhaus sei schon immer Schauplatz zahlreicher Innovationen gewesen, die Badhersteller seien auch Teil dieser Entwicklung. Laufen Bathrooms AG lud deshalb 80 renommierte Architekten aus aller Welt und zwanzig Journalisten von Fachzeitschriften zu einem Besuch ein. In Basel und Zürich besichtigten die Gäste ausgewählte und renommierte Bauten wie das neue Kinderspital oder das Museum der Kulturen.
Anlässlich eines Galaabends in Laufen wurde das Siegerprojekt des Privathauswettbewerbs vom mitgestaltenden Architekten Jan Theissen vorgestellt. Das Nullenergiehaus in Tübingen ist ein turmartiger Massivholzbau mit vier Geschossen. Die graue Aussenhaut wurde den umliegenden Gebäuden angepasst und soll den Eindruck eines weit heruntergezogenen Dachs vermitteln. Im Innern wurde alles spartanisch mit Holz verkleidet. Die Wohnküche ist zu unterst, dann kommt das Wohnzimmer und zuoberst sind die Schlafräume. Die nach oben steigende Wärme wird dank der perfekten Isolation gut gehalten. Sonnenkollektoren und eine Wärmepumpe sorgen für angenehme Temperaturen. Der Abluft wird die Wärme entzogen und wieder dem Haus zugeführt. «Obschon die Zimmer klein sind, müssen die Bewohner keine Komforteinbussen in Kauf nehmen», meint Jan Theissen. Die Räume und Gehwege würden mehrfach genutzt, sodass die kleine Grundfläche sehr gut genutzt würde. 70 Projekte aus allen Weltteilen wurden für den Wettbewerb eingereicht, die Projekte auf Platz zwei bis fünf wurden ehrend erwähnt und mit je 1250 £ bedacht. Die Architekturprofessorin von Princeton USA und Jurorin Beatriz Colomina brachte es in ihrer Laudatio auf den Punkt: «Wie das Auto ist das Einfamilienhaus heute ein Statussymbol, das sich durch die Elektronik und massvolle Energievorgaben noch mächtig verändern wird.»

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