Am Ende siegt die Liebe

Das Musical «Little Shop of Horrors» (Der kleine Horrorladen) ist eine gekonnte Inszenierung, aufgeführt von theaterbegeisterten Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Laufen. Das Publikum wurde ganz und gar nicht enttäuscht.

Mörderpflanze: Die gezüchtete Pflanze des Angestellten Seymour Krelborn verlangt Blut.  Foto: zvg Kilian Schmidlin
Mörderpflanze: Die gezüchtete Pflanze des Angestellten Seymour Krelborn verlangt Blut. Foto: zvg Kilian Schmidlin

Letzten Freitag verwandelte sich die Aula des Gymnasiums Laufen in ein Musicaltheater. Und wie es sich für ein gutes Theater gehört, war es bis auf den letzten Platz besetzt. Die Story vereint alles, was es an menschlichen Abgründen gibt: Mord, Sadismus, Gier und Gewalt. Doch am Ende siegt die Liebe.

Ein kleiner Blumenladen irgendwo in einer amerikanischen Grossstadt Anfang der 1960er-Jahre steht kurz vor dem Ruin. Bis der kleine Angestellte Seymour Krelborn seine selbst gezüchtete Pflanze ins Schaufenster stellt. Sie ist der Publikumsmagnet schlechthin. Der Laden boomt. Alles scheint perfekt, wenn sich die Pflanze nur von Wasser und Nährstoffen ernähren würde. Seymour verletzt sich an einem Rosendorn und bemerkt, dass nur Menschenblut sie zum Gedeihen bringt. Sie spricht mit ihm und verlangt ständig nach diesem Elixier. Seymour ist unsterblich in seine Kollegin Audrey verliebt. Sie wiederum ist einem äusserst sadistischen Zahnarzt erlegen. Und so kommt es, wie es kommen muss. Seymour handelt, er kann nicht mehr mit ansehen, wie seine Angebetete langsam, aber sicher vor die Hunde geht. Eines Tages wagt er sich in die Zahnarztpraxis und bei diesem Zusammentreffen vergast sich Audreys Geliebter mit Lachgas.

Dank dem Blut des toten Zahnarztes hat Seymour endlich wieder Nahrung für seine blutrünstige Pflanze, die immer grösser und mächtiger wird. Seine Chefin kommt ihm auf die Schliche und auch sie wird Opfer der nach Blut gierenden Mörderpflanze. Er und Audrey werden ein Liebespaar. Audrey wächst über sich hinaus und schafft es schliesslich, das Monstrum zu exekutieren.

Die Jugendlichen tanzen, singen und schauspielern, als würden sie schon ihr ganzes Leben lang nichts anderes tun. Der kurz vor dem Wahnsinn stehende Zahnarzt spielt dermassen authentisch, dass das Publikum nicht weiss, ob es sich gruseln oder doch lieber lachen soll. Begleitet werden die Songs und Balladen von der «hauseigenen» Liveband. Vor allem das Intro «Little Shop of Horrors» sorgt den ganzen Abend für einen Ohrwurm.

Auch rockige Klänge wie beispielsweise der Song: «Feed me Seymour» kommen nicht zu kurz. «Was für ein gelungener Ferienauftakt», zeigt sich eine Zuschauerin beim Verlassen der Aula vom Musical begeistert. Ein erfolgreicher Musicalabend geht zu Ende und man wünscht sich, dass der grosse Applaus des Publikums noch ganz lange in den talentierten jungen Menschen nachhalle.

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