80er-Oldies treffen auf Fusionismus, Quo Vadis auf Fusion Factory

Nach über 35 Jahren Pause organisieren Quo Vadis wieder eine Disco, in einer neuen Lokalität – und der Andrang ist wie damals.

Organisieren nochmals ein Quo Vadis: Simon Jermann, Konni Hueber, David Pflugi, Gabriel Barell und Christoph Sütterlin. Foto: zVg

Organisieren nochmals ein Quo Vadis: Simon Jermann, Konni Hueber, David Pflugi, Gabriel Barell und Christoph Sütterlin. Foto: zVg

Organisieren nochmals ein Quo Vadis: Simon Jermann, Konni Hueber, David Pflugi, Gabriel Barell und Christoph Sütterlin. Foto: zVg

Organisieren nochmals ein Quo Vadis: Simon Jermann, Konni Hueber, David Pflugi, Gabriel Barell und Christoph Sütterlin. Foto: zVg

Laufen

«Oh How Lucky I Am» von Lee Clayton, wer erinnert sich nicht daran? Der versöhnliche Song zum Abschluss im Pfarreisaal in Breitenbach brachte in den 80er-Jahren die vom ausgiebigen Tanzen verschwitzten Gäste wieder zur Ruhe und entliess sie entspannt und gut gelaunt ins Wochenende.

Über ein Jahrzehnt hinweg war der Saal regelmässig ausverkauft. Am Nachmittag strömten die Schülerinnen und Schüler ab 12 Jahren herbei, am Abend die Jugendlichen ab 16. Sie genossen mitreissenden Sound, Livekonzerte sowie aufwendige Licht- und Nebeleffekte. «Wir haben uns immer wieder verändert, fuhren vor der Disco nach Basel und kauften die 20 bestplatzierten Singles der Hitparade, um neben den tollen alten Rock-LPs auch für Aktuelles bereit zu sein», erklärt Gabriel Barell das Geheimnis des Erfolgs; lockere Durchsagen und Animation sowie das Gespür für das Publikum waren weitere. Er, sein Bruder Dominik und Johannes Georg (genannt Jean) Roth bildeten über die ganze Zeit hinweg den festen Stamm des Disco-Teams Quo Vadis, währenddem sich weitere musikbegeisterte und auch zupackende Freunde — wie Toni, Konni, Hobbi, Ilbi, Kussi, Chris, Duti, Simi und viele mehr — über die Jahre abwechselten.

«Wir dachten immer wieder mal an ein Revival, verwarfen die Idee dann wieder», so Barell. Bis im letzten Herbst, als das Museum Laufen in der Ausstellung «Jetzt goht d Poscht ab» die Zeit und Musik der 70er- bis 90er-Jahre aufleben liess, als zahlreiche Discos und Open Airs in der Region Laufental und Schwarzbubenland stattfanden. Die Ausstellung, sie dauert noch bis im Sommer an, stiess auf grosses Interesse. Initiant Christoph Sütterlin, selber auch ehemaliger DJ, organisierte daraufhin ein stimmiges und gut besuchtes Konzert, das Lust auf mehr machte.

Ein Anruf aus dem Laufental an Barell, ein paar Abklärungen und Sitzungen später, und das Revival steht. Morgen Freitag, 10. April, ab 17.30 Uhr startet der Anlass mit einem Bar- und Lounge-Betrieb, Snacks und Drinks und entspanntem Hintergrundsound. Ab 20 Uhr beginnt die Disco auf dem Dancefloor mit Vinyl-Oldies, die kratzen und rauschen, aus der umfangreichen Quo-Vadis-Sammlung, ergänzt durch digitale Hits jener Zeit. Die Fusion Factory von David Pflugi an der Wahlenstrasse in Laufen bietet dazu ein ideales Ambiente. Fusionismus vereinigt Bildhauerei und Malerei auf einzigartige Weise und überrascht mit vielfältigen visuellen Eindrücken. Während des Abends bleibt die Ausstellung geöffnet; zudem wird erstmals ein neues Werk aus der Reihe «Victory Works» für die Fussball-WM in den USA präsentiert. Lichtshows, Kunstwerke, Fotos von früher sorgen für eine besondere Club-Atmosphäre, währenddem auch kulinarisch keine Wünsche offenbleiben.

Die Vorfreude ist spürbar: Menschen treffen sich nach Jahren wieder, tauschen Erinnerungen aus und geniessen die gemeinsame Zeit. Viele der damaligen Gäste sind heute in ihren 50ern oder 60ern — vielleicht erscheinen einige sogar im Original-Outfit von einst.

Ausverkauft

Organisatorisches: Die Parkplätze sind begrenzt, weshalb die Besucher gebeten werden, ihr Auto zu Hause zu lassen und den ÖV zu nutzen. Der Anlass mit über 400 Gästen ist bereits seit Tagen ausverkauft, die einen freut’s, die anderen trauern. Aber wer weiss, vielleicht ist das ja erst der Anfang einer neuen Reihe…

«Wir fuhren vor der Disco nach Basel und kauften die 20 bestplatzierten Singles der Hitparade, um neben den tollen alten Rock-LPs auch für Aktuelles bereit zu sein.»

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