Ohne Frage: Garantiert talentiert!

Im Rahmen des Abschiedskonzertes für Raphael Ilg — musikalischer Leiter des Orchesters Laufental-Thierstein — gaben am Wochenende in der St. Katharinenkirche drei Nachwuchsmusiker ihr Debüt.

Virtuos und kraftvoll: Lionel Zingg am Kontrabass.

Virtuos und kraftvoll: Lionel Zingg am Kontrabass.

Dirigent Raphael Ilg: Sichtlich zufrieden mit dem Orchester und den Solisten.

Dirigent Raphael Ilg: Sichtlich zufrieden mit dem Orchester und den Solisten.

Das Orchester Laufental-Thierstein: Dirigiert von Raphael Ilg. Fotos: Thomas Brunnschweiler

Das Orchester Laufental-Thierstein: Dirigiert von Raphael Ilg. Fotos: Thomas Brunnschweiler

Beachtliche Leistung: Timo Wohlgemuth am Horn.

Beachtliche Leistung: Timo Wohlgemuth am Horn.

Die Musik Mozarts in den Genen: Elias Taglang.

Die Musik Mozarts in den Genen: Elias Taglang.

Den Auftakt machte das Orchester mit der Ouvertüre von Händels Feuerwerksmusik. Das als Französische Ouvertüre gestaltete Eröffnungsstück mit punktierter Rhythmik sowie Trompeten und Pauken in strahlendem D-Dur wirkt sehr festlich. Der Klangkörper erwies sich in allen vier Teilen als homogen und intonationssicher. Es folgten drei solistische Beiträge. Angesichts des jugendlichen Alters der Talente wäre es unfair, auf kleine Patzer und Intonationsschwächen hinzuweisen; noch ist kein Meister vom Himmel gefallen. Timo Wohlgemuth (*2006) spielte das Hornkonzert Nr. 2 D-Dur von Joseph Haydn. Schon im Allegro moderato zeigte er einen guten Ansatz und meisterte in der Kadenz die schwierigen Tonsprünge. Im Legato des Adagios schien er sich wohl zu fühlen, ebenso im kraftvollen Allegro mit der Kadenz mit Echoeffekten. Eine beachtliche Leistung mit erkennbarem Steigerungspotenzial. Lionel Zingg (*2002) von der Musikschule Reinach spielte das mittelschwere Kontrabasskonzert in A-Dur des frühklassischen Komponisten Domenico Dragonetti, dem «Paganini des Kontrabasses». Schon im Allegro moderato bewies Zingg seine Virtuosität in allen Lagen. Im leise beginnenden Andante erklingt im Kontrabass eine getragene Kantilene. Neben Flageolett-Tönen gibt es eine warme und innige Kadenz. Auch im spritzigen Allegro giusto mit seinen schwierigen Saitensprüngen fühlte sich Zingg ganz in seinem Element.

Begeisternder Mozart

Dirigent Raphael dirigierte stets klar und dezidiert und hielt den Kontakt zu den Solisten. Elias Taglang (*2006) wagte sich an das anspruchsvolle Violinkonzert Nr. 5 A-Dur von Wolfang A. Mozart. Taglang überzeugte mit klarem, sicherem Strich, Intonationssicherheit und technischer wie musikalischer Reife. Das Adagio kam leicht und innig daher. Taglang arbeitete im Rondeau das düster-bedrohliche Alla turca in a-Moll als Gegensatz zum galant-rokokohaften Thema bestens heraus. Er erntete verdientermassen viel Applaus. Den Abschluss bildeten Mendelssohns facettenreiche und dramatische Ouvertüre Ruy Blas und eine Zugabe aus der Feuerwerksmusik.

Weitere Artikel zu «Laufental», die sie interessieren könnten

Fully loaded: Nicole Bernegger energiegeladen im Duett mit Gitarrist Stefan Strittmatter. Foto: Katja Schmidlin
Laufental22.04.2026

Warmer Groove und grosse Gefühle

Am Samstagabend brachte Nicole Bernegger mit ihrer Band Songs aus dem neuen Album «Alchemy» auf die Bühne des Schlachthuus. Die Schweizer Soul-Queen liess ihren…
Brütet auch entlang der Birs: Im Kanton Baselland soll der Eisvogel gezielt gefördert werden. Foto: zvg
Laufental22.04.2026

Auf der Spur des Eisvogels an der Birs

Entlang der Birs im Laufental waren Freiwillige unterwegs, um potenzielle Brutplätze für den Eisvogel zu erfassen. Mit dabei: Franziska Weber-Isler aus…
Wechsel an der Spitze der Versorgungsregion
Laufental22.04.2026

Wechsel an der Spitze der Versorgungsregion

Mitte Jahr wird Cecile Jenzer, seit Beginn Präsidentin der Versorgungsregion für das Alter Laufental, zurücktreten. Ihre Nachfolge soll Edmond Bernard…