Galaktische Melodien aus dem Weltall

30 Jungmusikanten im Alter zwischen zehn und zwanzig Jahren kehrten aus ihrer Ausbildungswoche in Sörenberg zurück und servierten in Liesberg und Breitenbach ein unterhaltendes Brass-Konzert, das ganz dem Universum gewidmet war.

Ovationen für das Ensemble: Jumu-Band 2021 mit musikalischem Leiter Martin Schaad. Fotos: Jürg Jeanloz

Ovationen für das Ensemble: Jumu-Band 2021 mit musikalischem Leiter Martin Schaad. Fotos: Jürg Jeanloz

Konzentriert und einsatzfreudig: Jumu-Band 2021 zurück aus dem Ausbildungslager Sörenberg.

Konzentriert und einsatzfreudig: Jumu-Band 2021 zurück aus dem Ausbildungslager Sörenberg.

«Nimm mich mit in die Welt von morgen», lautete die Botschaft der Jugendlichen mit dem Stück «Into the Future». Eine wunderbare Melodie mit feinen Registereinsätzen, die vielleicht auch eine bessere Zukunft verheisst. Auf jeden Fall erweckten die sympathischen jungen Leute auf der Bühne den Eindruck, dass trotz Klimakrise und Pandemie gute Aussichten erfüllbar sind. Mit dem Stück «A Little Star» verwirklichte sich die Gewissheit, dass die vielversprechende Cornet-Solistin Jasmin Saner dasselbe auch verkörperte. Riesiger Applaus prasselte nach dieser guten Leistung auf die junge Musikerin nieder. «Ein See voller Sterne», bezeichnete die Ansagerin das nächste Stück, das sich als flotter Marsch entpuppte und die Gäste in der Mehrzweckhalle Seemättli in Liesberg von den Stühlen riss.

Programm Lagerleben

Sechs Tage verbrachten die Jugendlichen mit ihren Leiterinnen und Leiter im luzernischen Sörenberg, genossen das Lagerleben und, wie sie mehrmals betonten, auch die gute Verpflegung. Ausgiebige Proben und Workshops bestimmten den Alltag, wobei auch das Unterhaltende nicht zu kurz kam. «Planeten erobern» wurde zur Lieblingsbeschäftigung der Jungen. Die eroberten Planeten waren in der Mehrzweckhalle aufgehängt und mit Zeichen, Namen und bunten Farben versehen. Die von den Jugendlichen geschätzte Anlage war vom Technik-Genie Philipp arrangiert worden. Eine Wanderung, ein bunter Abend sowie Solisten- und Ensemble-Wettbewerbe ergänzten das vielfältige Lagerdasein.

Mit der Perkussionseinlage «A Moment of Funk» brachten Trommeln, Xylofone und andere Schlaginstrumente Rhythmik und Abwechslung ins dargebotene Programm. Der Heuler «Earth Song» von Michael Jackson wurde fein gespielt und passte ausgezeichnet zum Motto Weltall. Was wäre das ganze Universum ohne die bemannte und verfilmte Raumfahrtmission Apollo 13. Das gleichnamige Stück von James Horner war vom musikalischen Lagerleiter Martin Schaad gelungen arrangiert und von den jungen ­Musikerinnen und Musiker spontan dargebracht worden.

Artig und selbstbewusst dankten zwei Jugendliche ihren Leitern, die sie je nach Wahrnehmung mit bescheiden, gut aussehend, hilfsbereit, produktiv oder unscheinbar betitelten. Wie gewohnt wurde das liebevolle Lagermami Manuela Schaad mit einem langen gemeinsamen Abgesang und einer La-Ola-Welle frenetisch gewürdigt. Schliesslich wurde auch der Kulturverein Liesberg gelobt, der Gastrecht und Verpflegung unentgeltlich zur Verfügung stellte. Mit der eindrücklichen Seemannsmelodie «The Wellermann» verabschiedeten sich die Jugendlichen, wobei sie den Refrain forsch ­mitsangen. Und weil der Abend so schön war, schoben sie noch den Gassenhauer «Up in the Sky» nach, ein Ohrwurm der Band 77 Bombay Street, der mächtig einfuhr.

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