Endlich im neuen Schulhaus

Der Umzug verzögerte sich um ein ganzes Jahr. Seit Montag findet nun endlich der Unterricht im neuen Sekundarschulhaus in Laufen statt.

Einblick in die Turnhalle: Guido Rabaglio (r.), ehemaliger Schulleiter, begleitete das Projekt Neubau von Anfang an. Schulleiter Gaston Caviezel freut sich, endlich vom alten ins neue Schulhaus umzuziehen. Fotos: Gaby Walther

Einblick in die Turnhalle: Guido Rabaglio (r.), ehemaliger Schulleiter, begleitete das Projekt Neubau von Anfang an. Schulleiter Gaston Caviezel freut sich, endlich vom alten ins neue Schulhaus umzuziehen. Fotos: Gaby Walther

Top ausgerüstet: Der mittlere Teil der Wandtafel ist ein Monitor. Die Steckdosen in diesem Chemiezimmer hängen über den neuen Einzelpulten.

Top ausgerüstet: Der mittlere Teil der Wandtafel ist ein Monitor. Die Steckdosen in diesem Chemiezimmer hängen über den neuen Einzelpulten.

«Es war erstaunlich, wie die Schülerinnen und Schüler vor den Weihnachts­ferien anpackten und diszipliniert beim Zügeln halfen», schwärmt Schulleiter Gaston Caviezel. Das habe ihn überrascht, denn das letzte Jahr sei ein schwieriges Jahr gewesen. Gerade zwei Notsituationen hätten das Unterrichten erschwert. Denn nach Plan stand bereits vor einem Jahr der Wechsel ins neue Schulhaus an. Doch Bauverzögerungen bedingten das Ausharren im alten Schulhaus. Dort waren die Platzverhältnisse extrem eng. Dementsprechend hoch war der Lärmpegel in den Gängen. Hinzu kam, dass die Turnhalle trotz Bauverzögerung bereits vor eineinhalb Jahren abgerissen wurde. Statt während sechs Monaten musste nun also während 18 Monaten der abgespeckte Turnunterricht improvisiert durchgeführt werden. Corona erschwerte die Gesamtsituation zusätzlich. Spannungen, ausgelöst durch die eingeschränkte Bewegungsfreiheit und das Tragen der Schutzmaske mit dadurch fehlender Mimik, seien insbesondere bei hyperaktiven Jugendlichen spürbar gewesen, stellt Caviezel fest.

Seit Montag werden die 13 Klassen nun im Neubau unterrichtet. Kompakt, hell und grosszügig präsentiert sich das neue Sekundarschulhaus in Laufen. Die Zimmer wurden mit neuem Mobiliar eingerichtet. Die Wandtafeln bestehen einerseits aus den bekannten «Schiefertafeln», anderseits aus einem Monitor, der mit Touchscreen wie ein Tablet bedient werden kann. Zahlreiche Nischen, ausgestattet mit Pult und Stühlen, ausserhalb der Schulzimmer bieten Platz für Gruppen- oder Einzelarbeiten. Die Aula kann geöffnet und als erweiterter Pausenraum genutzt werden. Insgesamt bietet der Neubau eineinhalbmal so viel Platz und könnte später bei Bedarf um einen weiteren Drittel erweitert werden. Organisatorisch bleiben neu die Lehrpersonen in den Schulzimmern und die Klassen wechseln je nach Lektion die Zimmer. «Auch das bringt Ruhe in den Unterricht. Die Schülerinnen und Schüler stellen sich durch den Wechsel besser auf die nächste Lektion ein», ist Caviezel überzeugt.

Eigenständig

«Nun ist die Sekundarschule Laufen dank Doppelturnhalle und eigener Aula zum ersten Mal eigenständig», freut sich Guido Rabagli. Bereits im Jahr 2003 hatte der ehemalige Schulleiter wegen Raumknappheit auf ein neues Schulhaus gedrängt. Als im Jahr 2011 das alte Sekundarschulhaus von der Gemeinde an den Kanton überging, begann sich das Projekt zu entwickeln und im Sommer 2014 wurde das Siegerprojekt «Himmelslicht» erkoren. Als Nutzvertreter in der Baukommission fuhr Rabaglio über hundert Mal nach Liestal zu Halbtagsbesprechungen. «Es war eine sehr intensive Zeit, aber wir von der Schule hatten auch viel Mitspracherecht», so der ehemalige Lehrer. Obwohl er schon seit drei Jahren pensioniert ist, begleitet er das Projekt bis zum Schluss.

Nun folgt der Rückbau des alten Schulhauses. Auf dessen Gelände sollen bis im kommenden August eine Spielwiese und ein Hartplatz entstehen. Falls möglich soll der Bau im Sommer mit einem Tag der offenen Tür der Bevölkerung gezeigt werden.

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