Endspurt auf der Grossbaustelle

Auf der Baustelle der neuen Sekundarschule Laufen herrscht Hoch­betrieb, damit die Doppelturnhalle und die Hauswirtschaftsräume nach den Herbstferien in Betrieb genommen werden können. Der ganze Schulbetrieb im Neubau geht nach den Weihnachtsferien los.

Letzter Schliff: Fertigstellung Turnhalle Sekundarschule Laufen. Foto: Jürg Jeanloz
Letzter Schliff: Fertigstellung Turnhalle Sekundarschule Laufen. Foto: Jürg Jeanloz

Was lange währt, wird endlich gut. Mit einer Verspätung von einem Jahr können am 12. Oktober die Schülerinnen und Schüler die Doppelturnhalle im Untergeschoss des Neubaus in Beschlag nehmen und sich so richtig austoben. Garderoben, Duschen, WC-Anlagen,
Materialräume und die ganze Haustechnik sind dort integriert. Die Lehrerschaft wird aufatmen, musste sie sich doch lange mit Provisorien und externem Sportunterricht abmühen. Die Turnhalle wird später auch den Vereinen und der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen und weist sogar eine Zuschauergalerie auf. Letztere ist im Eingangsbereich angesiedelt, wo auch die beiden Hauswirtschaftsräume der Benutzung übergeben werden. Aula, Mediathek und Musikräume im Erdgeschoss werden nach den Weihnachtsferien zugänglich gemacht.


Arbeiten gehen voran
Der Baustopp im Mai dieses Jahres hat seine Spuren hinterlassen. Die Bauherrschaft, das Hochbauamt der Bau- und Umweltschutzdirektion Baselland, hatte Differenzen mit der beauftragten Generalunternehmerin. Deshalb hat der Kanton das Heft selbst in die Hand genommen. Er lässt das Bauwerk durch Dritte, vorwiegend beauftragte Subunternehmer, fertigstellen. Nun sollen die Arbeiten zügig vorangetrieben werden, teilweise wird auch samstags gearbeitet. Lernende und Lehrerschaft müssen sich allerdings noch etwas gedulden. Erst am 4. Januar 2021 wird der ganze Neubau für die Sekundarschule bereit sein. Im zweiten Obergeschoss unter dem gezackten Sheddach sind 18 Klassenzimmer mit Gruppenräumen vorgesehen. Grosse Fensterfronten machen die Räume hell und freundlich. Um Lernlandschaften und Aufenthaltsräume zwischen den Klassenzimmern anzusiedeln, sind metallene Fluchttreppen und -wege ausserhalb des Gebäudes angebracht worden. Das erste Obergeschoss beinhaltet Spezialräume für Naturwissenschaften und bildnerisches Gestalten sowie Lehrerzimmer, Rektorat und Sprechzimmer. Neben breiten Treppen sind alle Geschosse mit einem Personen- und Warenlift miteinander verbunden.


Abriss geplant
Der mächtige Schulkomplex ist 55 Meter lang und 46 Meter breit. Mittels Erdsonden und einer Wärmepumpe wird das Gebäude geheizt, allerdings ohne Radiatoren, sondern direkt über die Belüftung. Sobald alle Räume benutzt werden können, werden die Altbauten nebenan abgerissen. An ihrer Stelle werden ein Spiel- und Pausenbereich, ein Allwetterplatz und ein Rasenspielfeld angelegt. Park- und Veloplätze ergänzen die Infrastruktur. Rund um die ganze Anlage sind neue Bäume vorgesehen. In Zwingen werden wie bisher zwölf Klassen der Sekundarschule unterrichtet. Für Laufen mit seinen vielen neuen Wohnliegenschaften ist der attraktive und moderne Neubau eine Riesenchance, um Familien mit Kindern anzulocken.

Weitere Artikel zu «Laufental», die sie interessieren könnten

Flickservice, Textilwerkstatt und Kunsthandwerk: Die Modedesignerin Lisa Grundwürmer empfängt Jonas Lenz in ihrer Taschenmanufaktur. Foto: SABINE THEILER
Laufental28.10.2026

Puzzleteile einer Kultur des Machens

Jonas Lenz wird mehr und mehr zum Puzzlespieler. Nach der ungewöhnlichen Dichte an ehemaligen Industrie-arealen fällt ihm ein zweites Muster auf: die…
Remo Oser im Laufner Stedtli: Der Mitte-Politiker könnte als erster Laufentaler in die Baselbieter Regierung einziehen. Foto: Kenneth Nars
Laufental28.10.2026

«Mitbestimmung kommt in greifbare Nähe»

Noch nie sass ein Laufentaler in der Baselbieter Regierung. Remo Oser will das ändern. Der Mitte-Kandidat sieht darin eine historische Chance. Gewählt werden…
Faszinierend und verstörend zugleich: Die Künstlerin Renata Borer vor dem Werk «danach.später». Foto: Thomas Brunnschweiler
Laufental28.10.2026

Die subtile Kunst der Irritation

Die Künstlerin Renata Borer aus Büsserach präsentiert im Kulturzentrum Alts Schlachthuus Objekte und Zeichnungen aus den Jahren 2010 bis 2015. Sie beherrscht…