Das Badiabo wird teilweise gestrichen

Die Einwohnerinnen und Einwohner jener Gemeinden, die keinen Beitrag an das Betriebsdefizit der regionalen Sport- und Freizeitanlagen leisten, können für die Freibäder Laufen und Breitenbach kein Saisonabonnement mehr kaufen.

Neue Regelung: Ein Saisonabonnement für die Schwimmbäder Laufen und Breitenbach erhält ab kommendem Sommer nur noch, wer in einer Beitragsgemeinde wohnt. Foto: Melanie Brêchet
Neue Regelung: Ein Saisonabonnement für die Schwimmbäder Laufen und Breitenbach erhält ab kommendem Sommer nur noch, wer in einer Beitragsgemeinde wohnt. Foto: Melanie Brêchet

Das Laufental und der Thierstein sollen eine attraktive Sportregion bleiben und sich mit Neuangeboten weiterentwickeln können. Dies ist das Ziel der Sport- und Freizeitregion Laufental-Thierstein. Dabei sollen nicht nur die Standortgemeinden, sondern auch die umliegenden Gemeinden die finanzielle Last der Sport- und Freizeitanlagen tragen.

Aufgrund der Rückmeldungen am Informationsanlass für die Gemeindevertretungen vom 14. September 2022 sowie aufgrund der schriftlichen Rückmeldungen zu den Statuten haben die Verantwortlichen der Stadt Laufen, der Gemeinde Breitenbach und der Arbeitsgruppe beschlossen, die Gründung der Sport- und Freizeitregion auf den 1. Januar 2024 zu verschieben. «Die Gemeinden wünschten sich mehr Zeit für die Ausarbeitung der Statuten.

Zur Diskussion steht vor allem die Frage, ob es (zu Beginn) einen Sportkoordinator braucht», erklärt Thomas Boillat. «Wir von der Arbeitsgruppe würden die Schaffung dieser Stelle begrüssen. Der Sportkoordinator wäre Anlaufstelle, Vermittler unter den Vereinen und Behörden, zuständig für die Kommunikation und für die Entwicklung der Spor- und Freizeittregion.» Ein Gremium mit weiteren Gemeindevertretern wird im ersten Quartal 2023 die Statuten überarbeiten und fertigstellen. Im Moment finanzieren hauptsächlich die beiden Standortgemeinden Laufen und Breitenbach ihre Sport- und Freizeitanlagen. Sie werden auch nach der Gründung der Organisation mit mindesten 68 Prozent die Kosten für die Schwimmbäder, Eishalle und Sportanlagen tragen. Dies obwohl zum Beispiel die Eishalle wie auch das Freibad in Laufen zu 80 Prozent von auswärtigen Gästen genutzt wird. Im letzten Jahr leisteten zehn der dreizehn Laufentaler Gemeinden einen Solidaritätsbeitrag.


Beitrag festgelegt

Nun bitten die Stadt Laufen und die Einwohnergemeinde Breitenbach die Laufentaler und Thiersteiner Gemeinden für das kommende Jahr 2023 wiederum um einen freiwilligen Beitrag an die Betriebskosten der Anlagen. Dieser Beitrag basiert auf einem erarbeiteten Finanzierungskonzept, das nach der Gründung des Vereins weitergeführt werden soll. Berücksichtigt werden darin die Einwohnerzahl und die Erreichbarkeit und damit die Nutzbarkeit der Anlagen. Im August 2022 wurde den Gemeinden der zu bezahlende Betrag zur Budgetierung für das Jahr 2023 zugestellt.


Konsequenzen gewünscht

An der Infoveranstaltung und in den schriftlichen Rückmeldungen wünschte sich eine Mehrheit der Gemeinden Konsequenzen für jene Gemeinden, die sich an der Sport- und Freizeitregion nicht finanziell beteiligen wollen. Diesem Wunsch wird nun Rechnung getragen. Die Einwohnerinnen und Einwohner
jener Gemeinden, die keinen freiwilligen Beitrag leisten, können für die Freibäder in Laufen und Breitenbach kein Saisonabonnement mehr erwerben. Ebenso erhalten die Schulklassen dieser Gemeinden keinen vergünstigten Eintritt mehr in diese Bäder. «Zusätzlich werden sicher die Einzeleintritt steigen, allein schon wegen der steigenden Energiekosten. In welchem Umfang ist aber noch nicht festgelegt», erklärt der Laufner Stadtrat Mathias Christ. Er fügt an: «Wir von der Arbeitsgruppe bedauern den Entscheid mit dem Aboverbot. Wir hätten lieber mit attraktivem Anreiz statt mit Strafe die Gemeinden dazu bewegen wollen, im Verein mitzumachen und Solidarität zu zeigen.» Stadtverwalter Thomas Locher ergänzt: «Das Ziel ist eine attraktive Region, die sich weiterentwickeln kann, auch mit Neuangeboten.»

Rund fünf Gemeinden haben sich eher gegen die Mitgliedschaft ausgesprochen. Ein Grossteil hat sich noch nicht definitiv entschieden und wartet die Bereinigung der Statuten ab. Die Gemeinden, die eher dagegen sind, will Boillat nicht nennen. Als gutes Beispiel führt er aber die
Gemeinden Roggenburg, Bärschwil und Liesberg an, kleinere Dörfer, die relativ weit von den Standortgemeinden und deren Angeboten entfernt sind, aber trotzdem den Vorteil einer Sport und Freizeitregion erkennen.

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