Nutzungskonzept erarbeiten

Der Gemeinderat von Hofstetten-Flüh will zuerst das Angebot definieren, bevor er über eine Zusammenarbeit mit der Kirchgemeinde befindet.

Die Kirche in Hofstetten: Der Kirchenrat hatte sich überlegt, nach dem Brand der Kirche die Instandstellung mit einer Neugestaltung des Innenraums zu verknüpfen. Foto: Bea Asper
Die Kirche in Hofstetten: Der Kirchenrat hatte sich überlegt, nach dem Brand der Kirche die Instandstellung mit einer Neugestaltung des Innenraums zu verknüpfen. Foto: Bea Asper

Kirchgemeindepräsident Gustav Ragettli sprach den Gemeinderat von Hofstetten-Flüh bereits mehrmals darauf an, nach einem gemeinsamen Weg für die Nutzung und Finanzierung von Räumlichkeiten zu suchen. «Das ist ein vorbildliches, innovatives Modell, von dem die ganze Dorfgemeinschaft profitiert», meinte Ragettli. Der Kirchenrat hatte sich überlegt, nach dem Brand der Kirche die Instandstellung mit einer Neugestaltung des Innenraums zu verknüpfen. «Dabei entstehe ein Mehrwert für alle, weil die Kirche in Zukunft der ideale Ort für kulturelle Veranstaltungen sein wird», argumentierte Ragettli. Da die Mehrkosten nicht durch die Versicherungen abgedeckt sind, ist die Kirchgemeinde auf der Suche nach finanzieller Beteiligung. Es geht um einen Restbetrag von rund 700000 Franken. Der Gemeinderat war sich an seiner Sitzung einig darüber, dass er einen solchen Entscheid nicht im Alleingang treffen könne. «Das ist eine Frage, die das Volk beantworten muss», meinte Thomas Zeis. Zuvor müssten aber die Rahmenbedingungen geklärt werden. «Das bisherige Nutzungsregelement der Kirchgemeinde ist zu eng ausgelegt», gab Zeis zu bedenken. Ragettli sagte, einer Überarbeitung stehe nichts im Weg. Auch sei man offen, für die anderen Räumlichkeiten der Kirchgemeinde mit der Einwohnergemeinde ein Arrangement zu finden. Der Rat beschloss, das Thema in die Hände einer Arbeitsgruppe zu legen. Vertreter der Einwohnergemeinde und der Kirchgemeinde sollen die Nutzungsmöglichkeiten und Bedingungen aufzeigen und sich Gedanken zur Finanzierung machen. Der Gemeinderat werde sich dann zu den vorgelegten Details äussern und das weitere Vorgehen beschliessen.

Neuer Standort für dengeplanten Werkhof

Im Januar hatte die Stimmbevölkerung von Hofstetten-Flüh an der Urne beschlossen, am Standort Sternenbergstrasse in Flüh einen neuen Werkhof erstellen zu lassen und bewilligte dafür einen Kredit von 5,6 Millionen Franken. Dieses Projekt wurde diese Woche begraben. Der Gemeinderat sprach sich an seiner Sitzung vom Dienstagabend einstimmig dafür aus, dass der Werkhof an einem anderen Standort geplant werden soll, noch immer in Flüh aber beim Mülital, also auf der neu erworbenen grünen Wiese, die der Gewerbezone angehört. Hier soll der Bau eines neuen Werkhofs aufgrund der grösseren Platzverhältnisse günstiger zu stehen kommen. Ursprünglich war geplant, in den Räumlichkeiten des Werkhofs auch die Bauverwaltung einzuquartieren. Jetzt überlegt sich der Gemeinderat, entweder die gesamte Verwaltung oder möglicherweise das Feuerwehrmagazin am neuen Werkhof-Standort anzusiedeln. Entsprechende Abklärungen sind noch am Laufen. Eine Gesamt-Raumentwicklung durchzuführen war dem Gemeinderat von der Gemeindeversammlung vor einem Jahr nahe gelegt worden, als der Souverän den Planungskredit für die Neugestaltung «Altes Schulhaus Hofstetten» zurückwies. Dieses Projekt sah vor, das von Vereinen genutzte Gebäude mitten im Dorf zu sanieren und für die Verwaltung einen Anbau zu realisieren. Diese Idee wird nun verglichen mit den neuen Möglichkeiten im Mülital. Des Weiteren wird geprüft, ob man aus dem Magazin im Mammut Büroräumlichkeiten machen könnte, sofern die Feuerwehr beim Werkhof angesiedelt würde. Dann könnte die Verwaltung im Dorf von Hofstetten bleiben, meinte Andrea Meppiel. In einem nächsten Schritt will sich der Gemeinderat weiteren Detailfragen und der Finanzierbarkeit widmen.

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