Herzrasen im Löhrenacker
Sm’Aesch-Pfeffingengewinnt das zweite Spiel der Best-of-five-Halbfinal-Serie in den Playoffsgegen Schaffhausen nach einem Fünfsatzkrimi mit 3:2.

«The Final Countdown» dröhnt durch die Soundanlage des Löhrenackers. Sm’Aesch hat soeben in einem umkämpften Playoff-Halbfinal gegen Schaffhausen den 2:2-Satzausgleich geschafft. Mit 0:3 hatten die Baselbieterinnen den Auftakt gegen das auf dem Papier eigentlich ebenbürtige Schaffhausen verloren. Im zweiten Spiel der Best-of-five-Serie hat Sm’Aesch grossen Druck. Doch das Team von Trainer Sotiris Gkotsis besteht den Charaktertest. Auch im Entscheidungssatz ist das Team in Pink jenes mit den besseren Aktionen. Die frühe 5:2-Führung wird zwar wieder aus der Hand gegeben. Schaffhausen bekommt sogar einen Matchball, doch den wehrt Mita Uiato mit einer starken Annahme und Emma Ellis mit einem harten Angriff ab, und wenig später sorgt ein ins Aus geschlagener Ball von Josipa Markovic für das 17:15 und die Entscheidung. Der Löhrenacker jubelt ausgelassen. Dass Sm’Aesch drei Punkte weniger gemacht hat als der Gegner, interessiert die Heimfans nicht. Viel mehr, dass es jetzt 1:1 in der Serie steht.
«Der Sieg war immens wichtig, wir haben nie aufgegeben und uns damit zurück in die Serie gekämpft», sagt Gkotsis, der nach eigener Aussage noch nie einen lauteren Löhrenacker erlebt hat. «So müssen Playoff-Spiele sein», sagt Captain Mita Uiato. 2:18 Stunden vorher starten beide Teams nervös in den ersten Satz. Sm’Aesch kann die Unsicherheiten zuerst ablegen und geht mit sechs Punkten in Führung (17:11). Doch Schaffhausen kommt zurück, und so wird Jill Gillen zur Set-Winnerin, da die Amerikanerin beim Stand von 24:24 erst einen Angriff im Feld unterbringt und dann den entscheidenden Block setzt.
Die Weichen scheinen gestellt. Doch die Gäste schlagen zurück. Auch Satz zwei ist umkämpft, beide Teams führen hier maximal mit zwei Punkten. Schaffhausen vergibt sogar zwei Satzbälle, sodass auch diesmal über 25 gespielt wird. Doch den dritten Satzball können die Gäste zum 26:24 verwandeln. Und das, obwohl die heute fehlerhafte Topskorerin Jordan Russel ausgewechselt wurde.
Nach Satz drei istdas Ausscheiden nah
Nach Satz drei steht Sm’Aesch dann mit dem Rücken zur Wand. Denn auch der geht – diesmal nach einem Zwischenspurt und einem anschliessenden Abschenken von Sm’Aesch – unumkämpft mit 25:17 an Schaffhausen. Doch Sm’Aesch beisst sich zurück ins Spiel. 4:0 steht es zu Beginn von Satz vier, doch auch Schaffhausen zeigt Comeback-Qualitäten und führt Mitte des Satzes mit drei Punkten. Gkotsis probiert, Einfluss zu nehmen.
Zunächst bringt er die gerade erst wieder genesene Jody Larson und später Meret Aarden im Aussenangriff, wo Noelle Schenker gestartet ist. Und mit der 18-jährigen Baslerin Aarden gelingt mit 25:22 tatsächlich der neuerliche Satzausgleich, an dem auch das in dieser Phase besonders laut jubelnde Heimpublikum seine Aktien hat. Dieses feiert kurz darauf auch den eingangs beschriebenen Gewinn des fünften Satzes. Und so wird zum Abschluss «An Tagen wie diesen» gespielt.
Am Mittwoch gastierte Sm’Aesch erneut in Schaffhausen (nach Redaktionsschluss).


