«Wir sind wie eine Familie»

Schon seit über 40 Jahren organisiert der Freizeitclub Wahlen im Dorf gesellige Anlässe. Der Verein zählt unterdessen 64 Mitglieder.

Eine eingeschworene Truppe feiert gleich zwei Jubiläen: Der Freizeitclub Wahlen feiert sein 40-jähriges Bestehen und lädt am nächsten Wochenende zur 30. Ausgabe des Rock-Musik-Waldfestes ein. Foto: zVg
Eine eingeschworene Truppe feiert gleich zwei Jubiläen: Der Freizeitclub Wahlen feiert sein 40-jähriges Bestehen und lädt am nächsten Wochenende zur 30. Ausgabe des Rock-Musik-Waldfestes ein. Foto: zVg

Bereits seit 15 Jahren ist Stefan Pflugi im Vorstand des Freizeitclubs Wahlen und amtiert aktuell als Präsident. Wenn er von seinem Verein spricht, kommt er ins Schwärmen: «Wir sind wie eine Familie. Mittlerweile sind es die Kinder und Enkel der Gründungsmitglieder, die den Verein weiterführen. Die jeweils nächste Generation wächst also wie selbstverständlich ins Vereinsleben hinein. So hat es der Freizeitclub geschafft, 40 Jahre zu bestehen.» Unterdessen seien nur noch er und ein weiteres Mitglied der älteren Generation im Vorstand, alle anderen Mitglieder seien junge Leute, die alles hervorragend im Griff hätten.

Die Anfänge nahm der Freizeitclub Wahlen am Anfang der Achtzigerjahre. Schulfreunde der Jahrgänge 1956 und 1957 aus Wahlen und Laufen, ergänzt durch weitere Freunde und Bekannte aus Nachbargemeinden, trafen sich bei der Chesi in Wahlen, um in der Natur zu «chillen», um zu grillieren oder Fussball zu spielen. Ein Jugendtreff oder einen Sportplatz gab es in Wahlen noch nicht. Die Gruppe hiess damals noch «The Flexies». Auf einer Weide oberhalb der Schlossmatte fanden sie vorerst den passenden Platz, um Fussball zu spielen und ihre Freizeit zu verbringen — unterdessen ist man im «Waldparkstadion» beheimatet, wohin man nach einigen Jahren zügeln musste.

Das Land wird dem Verein von der Burgergemeinde zur Verfügung gestellt. Zu finden sind dort neben dem Fussballplatz auch eine Feuerstelle und eine kleine Hütte. 1982 fand schliesslich das erste Grümpeli statt, welches ebenfalls dieses Jahr seine 40. Ausgabe feiern durfte.

Ein Jahr später wurde der Freizeitclub Wahlen mit 38 Mitgliedern aus der Taufe gehoben. Seither würden auf dem Platz aber auch sonst zahlreiche Aktivitäten stattfinden, erklärt Stefan Pflugi. Zentral bleibe dabei das Fussballspielen: «Jeweils am Donnerstagabend trainieren wir gemeinsam auf dem Platz. Verstärkung ist immer willkommen.» Eine besondere Herausforderung sei, dass der Platz eine Höhendifferenz von rund 2,5 m habe. «Die meisten wollen zuerst bergauf spielen, wenn sie noch Saft haben.» Über das Jahr verteilt, treffen sich die Vereins­mitglieder auch an einem Skiweekend, einem Maibummel, einem Herbstfest, einer Wanderung oder am «Chlausehogg». Ausserdem gebe es diverse Arbeitstage auf dem Platz oder auch für die Burgergemeinde oder die Gemeinde. «Da gehen wir bei diversen Arbeiten gerne zur Hand.» Mofa-Touren oder auch mal ein spontanes Ski- und Schlittenrennen ergänzen das Programm. Halböffentlich sei das Grümpeli. «Halböffentlich deswegen, weil pro Mannschaft maximal drei Auswärtige mitspielen dürfen», erklärt Pflugi weiter. Gerne gesehen seien an diesem Anlass auch immer kostümierte Teams.

30. Rock-Musik-Waldfest

Gäste aus nah und fern sind am kommenden Samstag, 19. August, im Waldparkstadion willkommen. Dann steigt ab 19 Uhr bis etwa drei Uhr in der Früh das legendäre Rock-Musik-Waldfest — und dies auch schon zum 30. Mal. «Livemusik haben wir unterdessen keine mehr. Früher engagierten wir für den Anlass auch mal eine Band — zum Beispiel war auch ‹National› einmal dabei. Jetzt heizt den Gästen ein DJ mit Rockmusik aus den Achtzigerjahren bis heute ein. Ein beachtlicher Teil des Fussballplatzes dient dazu als Dancefloor», freut sich Pflugi. «Schliesslich hiess die Veranstaltung früher auch noch Walddisco, dieser Name ist immer noch Programm.» Geboten werden ausserdem eine Festwirtschaft, die teilweise gedeckt ist, und eine Bar.

Parkplätze sind in der Nähe vorhanden, es wird jedoch auch ein Shuttlebus ab Wahlen angeboten, welcher auf den öffentlichen Verkehr abgestimmt ist. «Wir machen aber auch zusätzliche Fahrten», sagt Stefan Pflugi, «da sind wir ­flexibel.»

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