Rock und Kirche: passt!

Apéro, Konzert, klarer Sound, Oldies und die Akustik der christkatholischen Kirche zogen gegen zweihundert Besucherinnen und Besucher an. Die Gegensätze faszinierten, die Auswahl der Songs ebenso.

Rockmusik in stimmungsvollem Rahmen: «five & me» spielen in der christkatholischen Kirche in Laufen. Foto: zvg
Rockmusik in stimmungsvollem Rahmen: «five & me» spielen in der christkatholischen Kirche in Laufen. Foto: zvg

Am letzten Sonntagabend traf die aus der Region stammende Band «five & me» in der vollbesetzten christkatholischen Kirche in Laufen auf ein glänzend aufgestelltes Publikum. Ein Publikum, das zum grossen Teil vor rund 40 Jahren noch im Pfarrheim Breitenbach, in Pfarreikellern oder in der Brauerei in Laufen die damaligen Discos besuchte oder an Konzerten von nationalen oder internationalen Grössen wie Polo Hofer und Manfred Mann anzutreffen war.

Ausstellung und Musik

Eingeladen hatte Christoph Sütterlin vom Museum Laufental. Das Konzert gehört zum Rahmenprogramm der Sonderausstellung unter dem Motto «Jetzt goht d Poscht ab. Von Discos, Rock-Konzerten und anderen Kulturanlässen. Die Region rockt». Sütterlin, ehemaliger Discjockey, hat diese noch bis zum Sommer 2026 dauernde, sehenswerte Sonderausstellung im Museum Laufental auf die Beine gestellt, die auch an Open Airs und die Ausgangskultur der 80er Jahre in der Region Laufental und Thierstein erinnert. Internationale Rockgrössen wie Manfred Mann, Uriah Heep, Asia, nationale Grössen wie Züri West, Patent Ochsner, Polo Hofer und viele mehr standen damals auf den Bühnen der Region. Teams wie Quo Vadis und örtliche Kirchgemeinden organisierten Discos, die mehrere hundert Jugendliche anzogen.

Band aus der Region

«five & me» spielen seit zwölf Jahren zusammen. Zur Formation gehören die zwei Brüder Andi und Daniel Balsiger, aufgewachsen in Dittingen, sowie weitere Musiker, darunter vier Gitarristen, Bass, Akkordeon und Cajon. Eigentlich seien sie sieben Musiker, sie seien halt immer mehr geworden, erklärt die Band. Sie präsentierte autodidaktisch arrangierte Songs, die den Originalen nahekommen und dennoch eigene Elemente enthalten. Dazu zählten «Comfortably Numb» von Pink Floyd, «Locomotive Breath» von Jethro Tull, «Hymn» von Barclay James Harvest und «Father & Son» von Cat Stevens. Schweizer Titel wie «Heaven» von Gotthard, «Hemmige» von Mani Matter, «I schänke dr mis Härz» von Zueri West und «Campari Soda» von Taxi brachten einige Besucherinnen und Besucher dazu, die engen Bänke zu verlassen und in den Gängen zu tanzen.

Die Kollekte am Schluss des Abends ging an die Band, die lokalen Bierhersteller und Caterer und der Rest an das Museum Laufental. Es war ein absolut gelungener Abend, der gute Stimmung hervorbrachte und nur glückliche Gesichter bei der Band und den Besuchern hinterliess und Lust auf mehr machte.

«Wir danken allen, die den Weg zum Konzert von ‹five & me› in die Katharinenkirche in Laufen gefunden haben. Mit 170 Teilnehmenden war das erste vom Museum Laufental organisierte Konzert ein Riesenerfolg. Das ruft geradezu nach einer Wiederholung», findet Reto Anklin vom Team des Museums Laufental.

Museum Laufental, Helye-Platz 2, Laufen. Geöffnet jeden Sonntag von 13 bis 17 Uhr, Sonderausstellung bis Juni 2026. Am 5. Dezember, um 21 Uhr, gastieren «five & me» im Schlössli Pub in Büsserach.

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