Inspiriert für sechzig Kurztouren

Im März 2024 wurde anlässlich einer Vernissage die Erscheinung des Wanderführers «60 Kurztouren um das Laufener Becken» gefeiert. Thomas Hügli und seine Frau Renate nahmen sich vor, alle diese Touren genau nach Buch zu erwandern.

Höhepunkt Roti Flue: Thomas und Renate Hügli am 28. Dezember 2024. Das Wanderbuch ist immer dabei. Foto: Martin Staub

«Inspiralien», eine vom Autorenteam Pius Lombriser, Eva Sprecher und An-drea Gerber erfundene Wortkreation, sollte die Leserschaft inspirieren, unsere Region wandernd besser kennenzulernen. Thomas Hügli und seine Gattin ­Renate folgten der Einladung zur Vernissage am 21. März letzten Jahres im Breitenbacher Alterszentrum AZB. «Wir waren noch nie vorher an einer Buchvernissage», sagte der passionierte Wanderer und OL-Sportler. Das Paar aus Brislach war begeistert vom «längst fälligen Werk» und nahm sich spontan vor, sämtliche sechzig präsentierten Wanderungen innerhalb eines Jahres praktisch zu «testen».

Schon am nächsten Tag, am 22. März, starteten die beiden ihr Vorhaben mit der Tour Nummer 1: «Höhlen und Brücken», von ihrem Wohnort Brislach aus durch das Chaltbrunnental und zurück; Distanz 9,3 Kilometer, Auf-/Abstieg 255 m, Wanderzeit 2 h 25 min.

Thomas und Renate Hügli zogen ihr Projekt durch. «Mit Begeisterung», schwärmte Renate nach ihrer 58. Tour. «Die zwei noch fehlenden werden wir schon bald unter die Füsse nehmen», ergänzte Thomas.

Am 28. Dezember, einem kühlen, aber sonnigen Tag, sollte das «Wochenblatt» bei einer Tour dabei sein: Nummer 27, «Roti Flue und Jurarösli». Schon beim Treffpunkt bei der Kirche in Bärschwil erwähnen die beiden, dass sie diese Tour, wie viele andere, nicht zum ersten Mal machen. «Zwei- bis dreimal pro Woche sind wir mit diesem gelungenen Buch nach Lust und Laune unterwegs», erklärt Renate. Als OL-Läufer orientiert sich Thomas Hügli gerne an Beschrieb und Karte im Wanderbuch. «Es hat da und dort Abzweigungen, wo nur genaues Kartenlesen und Wegbeschrieb ohne Umwege zum Ziel führen», gibt der 68-Jährige zu. Ein Beispiel eines solchen Punktes zeigt sich auf der Tour mit dem «Wochenblatt» bei der Bärschwiler Jagdhütte, wo der steile Pfad auf die Roti Flue erst mit dem Routenbeschrieb — «Hinter der Hütte, auf der Höhe des Brunnens, finden wir etwas versteckt den steilen Pfad» — gefunden wird.

Nur einen Tag später haben Thomas und Renate Hügli auch die zweitletzte Route absolviert: Nr. 25, Bärschwil— Retemberg, mit einer Wanderzeit von 3 h 30 min eine der längsten. Und bald wird Nr. 43 folgen: Nunningerberg—St. Fridli—Stierenberg. «Der Abstieg zu St. Fridli sollte dafür eisfrei sein», finden Hüglis, die für den neuen Wanderführer durch unsere Region nur lobende Worte haben.

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