Doppelkonzert im Kulturzentrum Alts Schlachthuus bot viel klassischen Rock

Die beiden Rockgruppen 40 JM und Too Big to Fade spielten am selben Abend im Schlachthuus Rock Classics vom Feinsten. Nach fünfzehn Jahren trafen sich die beiden Coverbands wieder auf der gleichen Bühne.

Too Big to Fade: (v.l.) Alain, Flo, Stefan und Richie liessen vergangene Tage und Songs wieder aufleben. Foto: Carlo Lang

Wer am Samstagabend im Kulturzentrum Alts Schlachthuus war, erlebte eine fantastische Zeitreise durch fünf Jahrzehnte Rockgeschichte. Organisiert vom Kulturforum Laufen, standen die beiden Laufner Coverbands 40 JM und Too Big to Fade auf der Bühne. «Fast auf den Tag vor 15 Jahren im September 2009 fand in der legendären Biomill eine grosse Party mit Rockjamsession statt. So entstanden an einem Abend die beiden Rockcoverbands 40 JM und Too Big to Fade, die nach ­einigen Jahren im Probelokal jetzt die Bühnen der Pub- und Clubszene in der Schweiz bespielen. Nun stehen die beiden Bands zum ersten Mal wieder am selben Abend auf derselben Bühne und werden zusammen mit dem Publikum die Geister der Rockmusik beschwören», hiess es in der viel-versprechenden Affiche. Und wirklich: Die beiden Bands ­vermochten das zahlreich erschienene Publikum mit ihren meist bekannten Songs restlos zu begeistern.

40 JM und Too Big to Fade

Gut eine Stunde lang spielten 40 JM mit grossem Können Lieder von Lenny Kravitz, Billy Idol oder den «Summer of ’69» von Bryan Adams. Es wurde getanzt, wo grad Platz war, oder zumindest bewegte man sich oder klatschte im Takt mit. Die Stühle und Tische waren draussen — es hätte sowieso niemanden auf dem Stuhl gehalten. Die Coverband besteht aus: Martin, Gesang; Franc, Schlagzeug; Jean-Michel, Bass; Massimo, Leadgitarren; Vincent, Rhythmusgitarre und Dani am Keyboard. Die talentierten Musiker gaben alles, bevor die zweite Band anschliessend einheizte. Die folgenden vier Musiker, Richie, Gesang und Gitarre, Stefan am Schlagzeug, Flo, Bass(-Geige) und Alain an den Gitarren, konnten nach gut einer Stunde noch nicht nach Hause gehen, obwohl Richie kurz nach halb elf Uhr bereits «noch einen schönen Abend» wünschte. Nach dem «Smoke on the Water» von Deep Purple mit dem unverwechselbaren Intro oder den «Heroes» von David Bowie wollte das Publikum mehr. Es liess die Rocker nicht gehen und verlangte Rock-Classics-Zugaben. Diese kamen auch, doch dann war Schluss — meinte man kurz. Ein Gast rief nach vorne, er habe fünf Franken mehr bezahlt, als nötig gewesen wäre, er wünsche sich noch etwas von ZZ Top. Gelächter, aber es nützte: Als allerletzte Zugabe spielten Too Big to Fade unter grossem Applaus «Gimme All Your Lovin’». Angefangen hatte die Coverband ihr Konzert mit dem Special Guest Patrick von der Laufner Gugge «Nasegrübler». Mit seiner Riesentrommel begleitete er lautstark «We Will Rock You» von Queen. Anschliessend spielten Too Big to Fade ihre Songs ohne Pausen zwischen den Titeln, so wie man das zum Beispiel von den Pink-Floyd-Alben kennt. Es war einmal mehr ein fantastischer und ­unvergesslicher Musikabend im Schlacht­huus.

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