Die Arbeit hat längst begonnen

Nicht erst seit das letzte Spiel beendet ist, arbeiten die Teamverantwortlichen an der neuen Saison, die bereits Mitte August beginnt.

Nach dem Feiern: Zwingens Spieler hatten oft Grund zum Jubeln. Wie wird es eine Stufe höher sein? Foto: Laura Krabbe / regioSPORTal
Nach dem Feiern: Zwingens Spieler hatten oft Grund zum Jubeln. Wie wird es eine Stufe höher sein? Foto: Laura Krabbe / regioSPORTal

Fussball

In der 2. Liga wird es in der neuen Saison wieder zu einem Lokalderby kommen. Mit dem Aufstieg des FC Zwingen gibt es auch wieder mehr Zweitliga-Partien in der Region. Zwingens Sportchef Simon Schmidlin hat die aktuell wichtigste Personalie bereits erledigt. Mit Anil Kumar hat Schmidlin einen neuen Trainer gefunden. «Kumar war Trainer in Breitenbach und zuvor bei Gilgenberg United. Er kennt den regionalen Fussball, unsere Infrastruktur und die Spieler. Das ist ein grosses Plus.» Auf die vergangene Saison angesprochen, lacht Schmidlin und meint: «Wir blicken auf eine unglaubliche Saison zurück. Nach 40 Jahren können wir wieder in der höchsten regionalen Liga spielen. Das macht uns alle stolz.» Er meint, dass man nach einem Blick auf die Tabelle, bei 13 Punkten Vorsprung auf den ursprünglichen Favoriten Nordstern, von einer perfekten Saison reden könne. «Natürlich hatten wir auch ab und zu Glück, aber das braucht es, will man aufsteigen. In den entscheidenden Momenten war das Team da. Platz eins ist ja kein Zufall, haben wir doch Nordstern zweimal mit 4:0 besiegt.» Wie man in die neue Saison gehe, werde man sehen. «Wir müssen uns nicht neu erfinden», sagt Schmidlin. «Wir wollen drei bis vier junge Talente zu uns holen. Wichtig ist, dass wir langfristig und nachhaltig denken und zusammenhalten, egal, was kommt. Treten wir als Einheit auf und kämpfen füreinander, wird es nicht einfach sein, uns zu bezwingen.»

Roderick Föll freut sich auf die Duelle mit Zwingen. Das steigere das Interesse am Fussball in der Region. «Wir dürfen mit unserem dritten Platz sehr zufrieden sein. Alle Ziele, die wir uns intern gesetzt hatten, wurden erfüllt. Seit der Rückkehr in die 2. Liga konnten wir uns jede Saison steigern. Ich erwähne das aber nicht, um die Ziellatte noch höher zu legen», lacht Föll. «Wichtig war für mich, dass wir uns weiterentwickeln konnten. Wir sind jetzt, was das Spielsystem betrifft, variabler geworden, und ich freue mich, dass wir mit Michael Hänggi den Torschützenkönig stellen.» Föll bedauert die Abgänge von Sportchef Roman Künzli und Assistent Pascal Suter. «Mit Manuel Schneider haben wir allerdings einen guten neuen Mann im Staff. Noch suchen wir aber einen Torhüter-Trainer.» Beim Kader gebe es einige Abgänge. «Der Kern des Teams wird bleiben. Das ist zentral. Wir werden noch den einen oder anderen jungen Spieler dazuholen. In der Meisterschaft wollen wir erneut vorne mitspielen und im Basler Cup mehr als nur ein Spiel bestreiten.»

Zufrieden ist auch Tobias Schnell, der im Winter Drittligist Röschenz übernommen hatte und zum Ligaerhalt führte. «Grundsätzlich bin ich mit der Rückrunde und unseren Leistungen in den Spielen zufrieden, mit den Resultaten hingegen nicht. Wir haben gezeigt, dass wir mit Ausnahme des Spiels gegen Therwil keinem Gegner unterlegen waren. Im Gegenteil: In vielen Partien waren wir mindestens auf Augenhöhe oder sogar die bessere Mannschaft.» Er hat sehr genaue Vorstellungen, wie es für die kommende Saison laufen soll. «Wir müssen cleverer, konzentrierter und abgeklärter auftreten. Es geht darum, in den entscheidenden Phasen eines Spiels die richtigen Entscheidungen zu treffen, fokussiert zu bleiben und unsere Chancen konsequenter zu nutzen. Wenn wir diesen Schritt machen, werden sich unsere Leistungen auch deutlich stärker in den Resultaten widerspiegeln.»

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