Der neue Werkhof: Ökologisch und effizient

Der Tag des offenen Werkhofs am letzten Samstag war ein voller Erfolg. Gross und Klein fanden sich ein, den neuen Werkhof zu begutachten und sich zu verköstigen. Nach langer Planung: Ende gut, alles gut.

Reges Treiben: Blick auf den neuen Werkhof am letzten Samstag.  Foto: Thomas Brunnschweiler
Reges Treiben: Blick auf den neuen Werkhof am letzten Samstag. Foto: Thomas Brunnschweiler

Laufen

Auf dem Gelände des neuen Werkhofs herrschte zwischen 10 und 14 Uhr munteres Treiben. Die rund zehn Fahrzeuge des Strassen- und Winterdiensts wollten betrachtet, die Personalräume im Sockelgeschoss besucht und neugierige Fragen beantwortet werden. Die Mitarbeiter in den orangen Anzügen standen zur Verfügung, Auskunft über die Maschinen, die Sicherheitsausrüstungen, den Winterdienst und Aufgaben der Werkhofmitarbeitenden zu geben. In der Fahrzeughalle konnte man einen Film über die Entstehung des Werkhofs sehen, für dessen Bau ausschliesslich Holz aus dem eigenen Laufner Wald verwendet worden war. In und vor der Fahrzeughalle waren Tische und Bänke für die Verpflegung der Gäste aufgebaut. Und ausserhalb der Umzäunung konnte man sich an einer Feuerschale etwas braten und an einem achteckigen Tisch das Mittagessen geniessen.

Anspruchsvolle Arbeit

Christian Richli, der Leiter des Werkhofs, stellte sich den Fragen des «Wochenblatts». Ein Werkhof sei im Grunde das, was ein Hausmeister für ein Haus sei, nur dass er für eine ganze Gemeinde verantwortlich sei. Es gehe um die öffentliche Infrastruktur: Strassenreinigung, Winterdienst, öffentliche Plätze, Kanalisation, kurz: um alle Instandhaltungsfunktionen über und unter dem Boden. «Wir haben sieben Mitarbeitende und zwei Lehrlinge», erklärte er, «feste Arbeitszeiten und eine 42-Stunden-Woche.» Am Wochenende sei ein Mitarbeiter für 1,5 Stunden angestellt, um die Folgen des Litterings zu bekämpfen und öffentliche Toiletten zu putzen. Vorher sei der Werkhof auf fünf Standorte verteilt gewesen, jetzt sei alles effizienter. Daniel Neuschwander, Leiter Technische Dienste, beschrieb auch die optimale Voraussetzung für Mitarbeitende: Die Ausbildung als Fachmann (-frau) Betriebsunterhalt und wettertechnische Robustheit.

Ökologisch und nachhaltig

Insgesamt 30 Jahre brauchte es, bis am letzten Samstag ein neuer Werkhof in der Neumatt eingeweiht werden konnte. Ein erstes Planungsprojekt wurde 2022 wegen zu hoher Kosten vom Stimmvolk abgelehnt, obwohl ein neuer Werkhof grundsätzlich nie angefochten war. Das Projekt wurde grundlegend überarbeitet, kostenoptimiert und teilweise redimensioniert. Das jetzige Projekt mit einem Kostendach von 4 Millionen Franken wurde schliesslich angenommen. Neuschwander legt Wert darauf, dass der Werkhof mit dem Minergie-ECO-Standard durch gesunde und ökologische Materialien auf Nachhaltigkeit setzt und das Innenraumklima optimal gestaltet ist. Das Holz wurde dank der Unterstützung der Baukommission Werkhof, der Burgergemeinden Laufen-Stadt und der Vorstadtburgergemeinde Laufen gespendet. Das Generalplaner-Team Jeker Architekten SIA AG zeichnet für den Bau verantwortlich. Die Photovoltaikanlage Werkhof mit 331 Modulen à 490 W und einer Stromproduktion von etwa 150 000 kWh pro Jahr trägt zur Energieversorgung bei. Architektonisch galt das Prinzip: «Form follows function.» So ist ein effizientes, ansprechendes Bijou entstanden, das mit separaten Garderoben und Toiletten für Frauen arbeitsökonomisch und -rechtlich auf dem neusten Stand ist.

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