Musikschule spielt gross auf
Seit 2002 können sich Schülerinnen und Schüler der Musikschule Laufental-Thierstein zur Zertifikat-Prüfung bewerben. Das Angebot nutzten am letzten Samstag über 140 Schülerinnen und Schüler. Eine Auswahl davon durfte am Sonntagmorgen das Highlightkonzert präsentieren.
Laufen
Noch unter Isidor Lombrisers Schulleitung wurden vor 24 Jahren in Zusammenarbeit mit der Musikschule Unteres Fricktal die Zertifikate, ein Wettbewerb für Musikschülerinnen und -schüler, eingeführt. Diese freiwillige Möglichkeit, einmal im Jahr seine Fortschritte auf dem gewählten Musikinstrument zu präsentieren, hat sich bis heute bewährt und erfreut sich noch immer grosser Beliebtheit. Während in Rheinfelden für die Musikschule Unteres Fricktal dieser Wettbewerb am 2. Mai über die Bühne ging, war Laufen am letzten Samstag an der Reihe.
Zeitlich überziehen erwünscht
Von den 145 Teilnehmenden durften 30 Schülerinnen und Schüler ihre Vorträge am Highlightkonzert am Sonntagmorgen im Saal Alts Schlachthaus vor grossem Publikum ein zweites Mal präsentieren. Die Begeisterung von Lucas Rössner für die vielen guten Leistungen in allen Stufen von 1 bis 5 war offensichtlich so gross, dass er sich in der Dauer — nach eigener Aussage — leicht verschätzt hatte. Was aber das Publikum dem Musikschulleiter nicht übel nahm. Schliesslich blieb den Familien noch der ganze Nachmittag, um den Muttertag gebührend zu feiern.
Wie üblich an diesem Anlass, war der Saal im Alts Schlachthaus berstend voll, und die Mütter, Väter, Gotten, Göttis und viele Fans mehr genossen die gelungenen Vorträge ihrer Lieblinge. Nebst den auftretenden Kindern und Jugendlichen hatten auch die Musiklehrpersonen alle Hände voll zu tun mit Umbau, Bereitstellen von Notenständern, Stühlen und Musikinstrumenten sowie schliesslich auch mit musikalischer Begleitung ihrer Schützlinge. Auf rund 15 verschiedenen Instrumentenarten wurde musiziert. Von der Sopranblockflöte über Waldhorn, Geige, Querflöte bis zur Harfe und noch einigen mehr.
Das zweistündige Highlightkonzert 2026 zeigte sich betont abwechslungsreich, dynamisch und von ausgezeichneter Qualität. Einige Beiträge stachen dabei besonders hervor. So die Harfenistin Miriam Kolb, die ihr Zertifikat in der Stufe 2 erlangte und ab Sommer in die «Talentförderung Musik Baselland» einsteigen darf. Der Klarinettist Enea Zimmer erstaunte mit seinem Duke-Ellington-Titel «In a Sentimental Mood». Damit erreichte der erst 11-Jährige bereits die höchste Zertifikatsstufe 5. Und schliesslich verblüffte der kleine Daniel Rychen mit seinem Beitrag auf dem Klavier (Stufe 2), den er gleich selber komponierte. Besondere Beachtung geniessen an einem Highlightkonzert jeweils die gemischten Ensembles und Bands, die auch dieses Mal den krönenden Abschluss des Konzertes bildeten. So behaupteten sich sowohl Finn Imler wie Florian Brügger als Schlagzeuger in ihren fünfköpfigen Bands und freuten sich über ihr Zertifikat in der Stufe 5.
Zum Schluss erhielten alle Teilnehmenden ihre Zertifikate ausgehändigt und zeigten sich auf dem abschliessenden Gruppenfoto von ihrer besten Seite.






