Der bekannte Blues-Newcomer Flo Bauer am «Stedtli-Blues»

Am vergangenen Samstag fand das diesjährige Laufner Blues-Festival «Stedtli-Blues» statt. Die Bluesgrössen aus Frankreich und den USA punkteten mit tollem Sound gegen die ergiebigen Regengüsse.

Newcomer: Der Bluessänger und Gitarrist Flo Bauer aus Frankreich. Foto: Katja Schmidlin

«Wir führen das Festival zum 17. Mal durch und es ist das erste Mal, dass es uns dermassen verregnet», schrubbte sich Martin Thomann, Präsident des Vereins «Stedtli-Blues», trocken, nachdem er sich von seinem durchnässten T-Shirt befreit und sich ein trockenes übergezogen hatte.

Das Programm des Abends war wie jedes Jahr ein Gemeinschaftsprodukt der fünfköpfigen Organisationscrew des Festivals. Neben dem Newcomer Flo Bauer aus Frankreich spielten D. K. Harrell und Sari Schorr, zwei Bluesgrössen aus den USA. «Wir fragen regionale Musiker, aber auch Stars aus den USA oder aus dem weiteren Ausland für das Festival an. Wir arbeiten eng mit amerikanischen Booking-Organisationen zusammen. So gelingt es uns, internationale Grössen nach Laufen zu holen. Teilweise fliegen wir die Musiker sogar direkt aus den USA ein. Andere befinden sich gerade auf Europatournee und machen Halt in Laufen», erklärte Thomann das Festivalprogramm. Den Auftakt des Abends machte Flo Bauer mit seiner Band. Der junge Elsässer Bluessänger und Gitarrist mit Jahrgang 1997 ist bereits mehrfacher Preisträger: Mit 18 gewann er in Frankreich den Newcomer-Preis «Prix Rélévation». Das Blues-Festival Basel ehrte ihn 2018 mit dem «Promo Blues Night»-Preis. Seit 2022 ist er festes Mitglied der Bluesband von Philipp Fankhauser und tourt mit ihm durch die Schweiz. Am Samstag spielte er seine Songs gekonnt virtuos auf der Gitarre und sang dazu mit klang­voller Stimme.

Der Blues ist Ursprung aller Musik

Martin Thomann gründete vor ca 19 Jahren das Festival. Die Idee entstand damals, «weil im Stedtli nicht viel los war und weil Blues meine persönliche Leidenschaft ist», erzählte er. «Blues ist der Ursprung von allem, die Musik ist gut zugänglich und emotional», ergänzte Tarzis Müller, von Beruf Jazz-Pianist und Mitglied des OK. Dies schien am Samstagabend zuzutreffen, denn das Publikum wirkte gut gelaunt und tanzte teilweise sogar mit. Oder nach den Worten des ­berühmten Bluesmusikers John Lee Hooker: «Der Blues ist der Ursprung aller Musik. Er ist die Wurzel. Jeder Song hat ein bisschen Blues in sich, denn der Blues ist die Wurzel von allem. Blues ist unter uns, seit es die Welt gibt. Seit Männer und Frauen sich lieben und sich trennen, gibt es den Blues. Liebeskummer, Schmerz, Ärger, Enttäuschung, Geld, Armut — davon bekommt man den Blues, und es geht jedem so, egal welche Hautfarbe, ob arm oder reich. Der Blues hat mehr zu sagen, als jede andere Musik.»

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