Spring Basel: Keine Neuauflage der Muba

Nach dem Aus der Muba steigt mit «Spring Basel» wieder ein Frühlingsevent in der Messe Basel. Mit seinem festivalartigen Charakter soll das neue Format zu einer Tradition werden.

Ab dem 22. März gilt es ernst: Die Arlesheimerin Nadia Bachorski ist Festival Director des neuen Frühlingsfestivals Spring Basel. Foto: Benedikt Kaiser
Ab dem 22. März gilt es ernst: Die Arlesheimerin Nadia Bachorski ist Festival Director des neuen Frühlingsfestivals Spring Basel. Foto: Benedikt Kaiser

«Die Spring ist kein klassisches Messeformat, wie es die Muba war», stellt Nadia Bachorski, Festival Director der Spring Basel, gleich zu Beginn des Gesprächs mit dem Wochenblatt klar. Es handle sich beim Event vielmehr um ein Festival. «Mit der Spring wollen wir der Region Basel zum Frühlingsstart einen Treffpunkt bieten», erklärt sie. Für die mit ihrer Familie in Arlesheim wohnhafte Bachorski ist dieser regionale Gedanke der Spring eine Herzensangelegenheit. «Ich bin schon in Arlesheim aufgewachsen und seither immer mit dem Dorf und der Region in Verbindung geblieben.» Als sich die MCH Group dazu entschlossen habe, nach dem Aus der Muba einen neuen Frühlingsevent in Basel zu organisieren, habe sie die Projektleitung aufgrund dieser regionalen Wurzeln in Kombination mit ihrer beruflichen Erfahrung übernehmen können. «Das Organisieren der Spring war für mich eine spannende Herausforderung.»

Fokus auf Musik und Kultur

Damit die zwischen dem 22. und dem 26.  März in der Messe Basel stattfindende Spring tatsächlich zum regionalen Frühlingstreffpunkt wird, haben Bachorski und ihr Team ein bunt gemischtes Programm auf die Beine gestellt. Neben ­einem vielfältigen kulinarischen Angebot, das durch die Degustationsmöglichkeit von Weinen und Bier ergänzt wird, und einem kleinen Marktplatz mit Accessoires und Alltagsprodukten liegt der Fokus der Spring vor allem auf der lokalen Musikszene. «Zusammen mit unseren Partnern und Partnerinnen wollen wir Basler Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform bieten», sagt Bachorski. Man habe dabei bewusst darauf verzichtet, grosse Namen zu engagieren, «denn die Spring soll von der Region Basel für die Region Basel sein».

Zusätzlich zum musikalischen Angebot, das aus Acts aus Folk über Rock bis hin zu Hip-Hop und Electronica besteht, setzt die Spring auf Kultur. So können Interessierte in kostenlosen Urban-Art-Workshops unter der Anleitung des Basler Vereins «Urbane Kunst» einen Einblick ins Sprayen gewinnen. Speziell für Fasnächtlerinnen und Fasnächtler attraktiv ist die Möglichkeit, eine Auswahl von diesjährigen Laternen nochmals in Ruhe zu bewundern und sich selbst an der Laternen-Maltechnik zu versuchen, während sich die «Talk Bar» mit der Basler  Moderatorin Katja Reichenstein allgemein  an ein gesellschaftspolitisch interessiertes Publikum richtet.

Die gesamte Region als Zielpublikum

«Die Spring soll ein Event sein, der für alle Interessen und jedes Alter etwas bietet», kommentiert Bachorski das bunte Programm. Durch diese programmatische Öffnung im Vergleich mit der Muba, die eine reine Warenmesse war, sieht die Arlesheimerin Potenzial, die Spring als Frühlingstradition in Basel zu verankern. «Bei der Entwicklung des Konzepts für die diesjährige Spring haben wir auf die Elemente gesetzt, von denen wir aus Erfahrung und dank Gesprächen mit unseren Partnerinnen und Partnern davon ausgehen, dass sie gut bei den Leuten ankommen», erzählt Bachorski. Für weitere Ausgaben der Spring in den kommenden Jahren sei es aber das Ziel, das Programm weiter auszubauen und mit zusätzlichen Elementen zu ergänzen. In welche Richtung es dabei gehen soll, sei noch offen. «Es ist auch denkbar, dass wir bei entsprechender Nachfrage wieder vermehrt Messe-Elemente einbringen.»

Noch ist aber unklar, wie die Spring als regionales Frühlingsfestival bei der Bevölkerung der Region ankommen wird. Bachorski spricht daher von viel Vorfreude, aber auch einer gewissen Anspannung: «Ich bin stolz darauf, was wir auf die Beine gestellt haben, aber auch gespannt, wie die Leute auf unsere Idee, ein Festival von Basel für Basel zu machen, reagieren werden.»

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