Aufmarsch der FCB-Stars

Zum fünfjährigen Jubiläum des Marco-Streller- Cups an Pfingsten werden auf dem Aescher Löhrenacker mehrere Stammspieler des FC Basel Autogramme geben.

Gutes Team: Gigi Pecoraro, OK-Chef des Marco-Streller-Cups, mit dem Patron und Namensgeber vor dem Stadion St. Jakob-Park. Foto: Gfeller
Gutes Team: Gigi Pecoraro, OK-Chef des Marco-Streller-Cups, mit dem Patron und Namensgeber vor dem Stadion St. Jakob-Park. Foto: Gfeller

Tobias Gfeller

Für die FCB-Fans im Birseck und vor allem für die Kinder erscheint die Vorstellung, dass am Samstagnachmittag anlässlich des fünften Marco-Streller-Cups acht Stammkräfte Autogramme geben werden, wie ein Traum. «Das ist das Nonplusultra», sagt Turnierorganisator Gigi Pecoraro. «Ich habe mit zwei oder drei Spielern gerechnet. Als mir Marco Streller sagte, er bringe gleich sieben Kollegen mit, war ich sprachlos.» Und diese sieben Mannschaftskollegen sind keinesfalls Spieler aus der zweiten Reihe: Fabian Schär, Yann Sommer, David und Philipp Degen, Mohammed Salah, Valentin Stocker, Fabian Frei und natürlich Marco Streller selbst sind die Garanten für die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte.

Streller identifiziert sich mit dem Cup
Nur ganz wenige Anlässe — etwa wenn die grössten Sponsoren rufen — können mit solch einem Staraufgebot Werbung für sich machen. Dies weiss auch Gigi Pecoraro zu schätzen. «Für uns ist dies natürlich genial. Ich bin Marco Streller für seine Hilfe enorm dankbar.» Denn die Idee für die Autogrammstunde mit den Mannschaftskollegen kam vom FCB-Captain höchstpersönlich. «Ursprünglich dachten wir an ein Freundschaftsspiel zwischen der ersten Mannschaft des FC Aesch und dem FCB. Dies war aber aufgrund des Cupfinals am Pfingstmontag nicht möglich.» Marco Streller beweise damit einmal mehr, wie stark er sich mit dem Turnier identifiziert, findet Pecoraro. «Bis auf eine Ausnahme war er bei allen vier Austragungen dabei, was keinesfalls selbstverständlich ist.»

Rekordandrang erwartet
Der Marco-Streller-Cup gehört zu den grössten Juniorenturnieren der Region. Bis zu 550 Kinder werden sich in fünfzig Mannschaften in vier Alterskategorien um die Pokale duellieren. Jedes Team bringt einen bis zwei Trainer mit, dazu stehen diesen Samstag und am Pfingstmontag je vierzig Helfer im Einsatz. «Wir erwarten wiederum bis zu 1500 Personen auf der Anlage, was unsere Kapazitäten an die Grenzen bringt.»

Die Zahlen beweisen: Der Marco- Streller-Cup ist eine Erfolgsgeschichte. «Ich war damals Juniorentrainer beim FC Aesch und wollte unbedingt, dass mein Verein auch ein Juniorenturnier ausrichtet», erinnert sich Pecoraro. Zu Beginn habe er den Aufwand unterschätzt. Mittlerweile haben sich das Organisationsteam und alle restlichen Helfer gut eingespielt. Für dieses Jahr erwartet Pecoraro einen Rekordandrang. Zum ersten Mal steht auch ein grosses Festzelt parat. Auch Gemeindepräsidentin Marianne Hollinger und diverse Sponsoren haben sich für Samstagnachmittag angemeldet. Die Jubiläumstombola lockt mit tollen Preisen. Ein Kindervelo und unterschriebene Originaltrikots von Marco Streller werden bestimmt für einen florierenden Losverkauf sorgen. Die kompletten Einnahmen der Tombola gehen an die Cleft-Kinder-Hilfe Schweiz, die Behandlungen und Operationen von Kindern mit einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte in Indien und im Niger möglich macht.

Jedes Kind erhält einen Pokal
Neben dem prominenten Gast ist jeweils die Preisverleihung beim Marco-Streller-Cup für die kickenden Kinder ein Highlight. «Bei uns bekommt jedes Kind einen Pokal», erklärt Gigi Pecoraro stolz. Das sei nicht bei allen Turnieren so. Zählt man das Jubiläumsturnier dazu, werden in der Geschichte des Marco-Streller-Cups bis Montagabend über 2600 Pokale verteilt worden sein. Vielleicht sind die Pokale in diesem Jahr aber nur die zweitwichtigsten Trophäen, winken doch Autogramme der Basler Fussballhelden.