Arlesheim
31.10.2019

Sau-gut: «Arlesheim, sein Dom und seine Burgen»

Damals wie heute: Schloss Birseck thront erhaben auf dem Hügel oberhalb von Arlesheim.  Foto: ZVG

Damals wie heute: Schloss Birseck thront erhaben auf dem Hügel oberhalb von Arlesheim. Foto: ZVG

Die Säulizunft organisiert im Rahmen ihres 50-jährigen Bestehens eine Bilderausstellung über das historische Arlesheim und stellt Schweineartikel aus dem eigenen Fundus aus.

Tobias Gfeller

Die Säulizunft feiert ihr Jubiläum ganz im Grundsatz ihres eigenen Daseins. «Wir wollen uns zugunsten der Gemeinde und der Bevölkerung engagieren», betont Markus Ribi, Mitorganisator der Ausstellung über das historische Arlesheim und den eigenen Fundus zum Thema «Schwein» in der Trotte. «Wir wollen mit der Ausstellung unsere Verbundenheit zu unserem Dorf ausdrücken», schreibt Zunftmeister Michael Konrad in seinem Grusswort im Ausstellungsführer. Während zehn Tagen zeigt die Säulizunft die grosse Bildersammlung von Zunftmitbegründer Otto Stalder mit einmaligen Ansichten von Arlesheim, dem Dom, den Burgen und der Ermitage mit den Weihern. Die Bilder und Landkarten geben einen eindrücklichen Hinweis darauf, wie sich Arlesheim über die Jahrhunderte entwickelt hat vom Dorf mit dem Dom als einzigem Bauwerk bis heute, wenn man einen Blick auf das pulsierende Arlesheim nach draussen wirft.
Die Sehenswürdigkeiten von Arlesheim wurden schon seit Mitte des 18. Jahrhunderts in zahlreichen Stichen festgehalten. Otto Stalder hat sich über all die Jahre eine beeindruckende Sammlung angeschafft. Diese beinhaltet auch eine einzigartige alte Ansicht von Basel in Richtung Birseck und einen seltenen Grundriss von Schloss Birseck vor 1785. «Von besonderem Interesse dürften auch die wunderbaren Panoramaansichten von Arlesheim sein», glaubt
Anne-Catherine Bayard, die in der Kulturkommission die Künstlerinnen und Künstler betreut.


Wandbild der Trotte restauriert


Im unteren Stockwerk der Trotte präsentiert die Säulizunft Stücke aus ihrem eigenen Zunftfundus. «Schweine in allen Formen und Arten», verrät Markus Ribi. Es gebe einige in der Zunft, vor allem wieder Otto Stalder, die in ihrem Leben – auch auf Reisen – spezielle Artikel in Zusammenhang mit dem Schwein kaufen und sammeln. «Da ist schon ein ordentlicher Fundus zusammengekommen», verspricht Ribi. Der Fundus sei mittlerweile so gross, dass längst nicht alle Exemplare in der Trotte Platz hätten.
Anlässlich der nicht öffentlichen Vernissage übergibt der Zunftrat heute Abend der Gemeinde und so der Öffentlichkeit symbolisch das auf Zunftkosten frisch renovierte Wandbild der Trotte. Es sei wiederum ein Zeichen dafür, dass es die Zunft ernst meint mit ihrem Engagement für die Bevölkerung Arlesheims, sagt Markus Ribi. Dazu gehört unter anderem auch der Erhalt beliebter Tradi-tionen wie das Fasnachtsfüür und der Neujahrsapéro. Die Ausstellung «Arlesheim, sein Dom und seine Burgen» in der Trotte ist vom 1. bis 10. November von Montag bis Samstag, jeweils von 18 bis 20 Uhr und sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.