Laufen/Laufental
01.02.2019

Funk mit Suchtpotenzial

<em>Immer Empfang: </em>René Lutz aus Grindel besteigt Berggipfel selten ohne sein Funkegerät. Foto: zvg

Immer Empfang: René Lutz aus Grindel besteigt Berggipfel selten ohne sein Funkegerät. Foto: zvg

In der letzten Minute des Silvesters 2018 bestiegen René Lutz und Carine Kalbermatten ihren 100. SOTA-Gipfel, den Corne des Bernlaires im Kanton Waadt. Das Paar betreibt seit drei Jahren das Hobby SOTA: Über Funk müssen sie auf dem Gipfel vier Funkamateure suchen, um den Gipfel «aktivieren» zu können.

Cristina Sendon

Wenn René Lutz von seinem Hobby erzählt, beantwortet Fragen mit einer Leidenschaft, die man von viel zu wenig Menschen zu hören bekommt: «Es ist ein ganz anderes Gefühl mit Menschen aus der ganzen Welt über Funk zu sprechen, es scheint als würde man wirklich etwas tun, um mit ihnen sprechen zu können. Klar, das Smartphone erledigt das in wenigen Sekunden, jedoch ist das Gefühl eine einfache Nachricht zu schreiben bei weitem nicht das gleiche, wie den Kontakt über Funk zu suchen und mit einer noch unbekannten Person ein Gespräch zu führen.»

René und Carine sind seit vielen Jahren begeisterte Bergwanderer und haben sich sogar vor 14 Jahren auf einer Bergwanderung kennen und lieben gelernt. Die beiden gehören zu den aktivsten SOTA Mitgliedern der Schweiz und sind stolze Besitzer des SOTA Mountain Goat Diplom, das sie 2018 für ihre insgesamt 1000 erreichten Punkte erhalten haben. Nach insgesamt 284 Stunden Marschzeit alleine im Jahr 2018, fragt man sich von wo die beiden ihre Motivation hernehmen. Auch hierzu, äussert sich René Lutz: «Da ist nur schon die Aussicht, die Freude bereitet, aber auch die frische Luft, die sportliche Aktivität, der Kontakt mit Menschen aus der ganzen Welt und der Ansporn neue Punkte zu erhalten. All das macht es zu einem unfassbaren Hobby.» SOTA verbindet die Leidenschaft des Bergsteigens mit der des Amateurfunks.

Ein Handfunkgerät genügt

Nachdem ein Berg bestiegen wurde, packt man sein Funkgerät aus und sucht vier weitere Funkamateure, um den Gipfel zu aktivieren. Diese werden durch Zufall miteinander verbunden. Doch es kann nicht irgendein Gipfel bestiegen werden. Wie jedes gute Abenteuer, hat auch dieses hier Regeln: Das Gelände von einem Berggipfel muss auf allen Seiten mindestens 150 Höhenmeter abfallen, sonst bekommt man keine Punkte beim Aktivieren des Gipfels. Je mehr Punkte man erreicht, desto höher steigt man automatisch in der Weltrangliste und kann sich damit weitere begehrte Diplome erarbeiten. Für den Einstieg braucht man ein Handfunkgerät.

Falls man sich steigern und auf höhere Berge wandern möchte, empfiehlt sich ein besseres Equipment, für Kurzwellenbetrieb, um auch Funkamateure in weit entfernten Ländern erreichen zu können. Obwohl es eine sehr vielseitige und spannende Freizeitbeschäftigung ist, ist SOTA noch weithin unbekannt, eine Tatsache die René und Carine ändern möchten. Um diese Änderung wahr zu machen, bieten sie in ihrem Laden an, sich das Hobby Amateurfunk an einer modernen und sehr umfangreichen Amateurfunkanlage live vorführen zu lassen und so einem Teil von SOTA näher zu kommen.

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