Breitenbach
18.12.2019

Behutsam mit Palliative Care

<em>Unermüdlicher Einsatz für Palliative Care:</em> (v.l.) Zentrumsleiter Michael Rosenberg, Susanne Tosch, Leiterin Pflege und Betreuung Zentrum Passwang, Pflegefachfrau Heidi Aeschlimann und Dr. med. Manuel Jungi, Kantonsspital Olten. Foto: Jürg Jeanloz

Unermüdlicher Einsatz für Palliative Care: (v.l.) Zentrumsleiter Michael Rosenberg, Susanne Tosch, Leiterin Pflege und Betreuung Zentrum Passwang, Pflegefachfrau Heidi Aeschlimann und Dr. med. Manuel Jungi, Kantonsspital Olten. Foto: Jürg Jeanloz

Die Delegiertenversammlung des Interkantonalen Zweckverbands Zentrum Passwang liess sich von Dr. med. Manuel Jungi über das Wesen der Palliative Care orientieren und genehmigte das Budget 2020.

Von: Jürg Jeanloz

Palliative Care ist eine Behandlungsmethode für Patienten, die mit einer lebensbedrohlichen Krankheit belastet sind. Die Methode ist darauf ausgerichtet, Schmerzen zu lindern und weitere Beschwerden besser zu ertragen. Sie unterstützt Patienten, so lange wie möglich aktiv zu bleiben und berücksichtigt psychische, soziale und spirituelle Aspekte. Angehörigen gibt Palliative Care die Gewissheit, dass die Patienten in guten Händen sind und hilft ihnen, den Kummer besser zu ertragen. Das Leben wird bejaht und das Sterben als normalen Prozess verstanden.

«Seit 10 Jahren sind wir auf diesem Gebiet aktiv», sagte an der Versammlung Dr. med. Manuel Jungi, Arzt und Leiter Palliative Care am Kantonsspital Olten. Es gehe darum, ein Netzwerk im Kanton Solothurn aufzubauen und die Behandlungsmethode besser bekanntzumachen. Spitex, Pflegeheime, Hausärzte, Spitäler, Krebsliga, Seelsorger und Freiwillige seien in die Bemühungen einzubinden und zur Zusammenarbeit zu bewegen. Ab 2020 soll in Olten ein Kompetenzzentrum entstehen und mit einer Telefon-Hotline im 24-Stundenbetrieb ausgerüstet werden. Jungi befürwortet auch Weiterbildungskurse der Ärzte und des Pflegepersonals und arbeitet daraufhin, eine Versorgungskette bedarfsgerecht im ganzen Kanton Solothurn aufzubauen.

Wie Susanne Tosch, Leiterin Pflege und Betreuung, darlegte, wird Palliative Care im Zentrum Passwang schon eingesetzt. Unterstützt von Ärzten sowie speziellen Pflegemassnahmen könne deutliche Linderung der Schmerzen erzielt werden. Bewohner seien in Breitenbach zu Hause und dürfen ihren letzten Weg mit den Angehörigen und dem Pflegepersonal friedlich zusammengehen.

Budget Zentrum Passwang

Im Zentrum Passwang läuft der Betrieb bestens. Wie in den Vorjahren soll auch im Jahr 2020 die Bettenbelegung mit 90 Prozent anvisiert werden. «Wir rechnen 2020 mit einer schwarzen Null», erklärte Vorstandspräsident Dieter Künzli. Damit meinte er einen Betriebsgewinn von 23449 bei Investitionen von 440720 und einem Gesamtaufwand von 10 Mio. Franken. Die Grundtaxen für Hotellerie und Betreuung bleiben unverändert, der Pflegebeitrag der Krankenkassen wurde vom Bundesrat um 6,7 Prozent erhöht. Die Löhne der Angestellten werden um 1 Prozent erhöht und der Mindestlohn wird auf 4000 Franken pro Monat (Vollpensum) festgelegt. Nicole Ditzler, Präsidentin der Delegiertenversammlung, dankte allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dem Zentrumsleiter und dem Vorstand für ihren Einsatz. Die Bewohnerschaft und ihre Angehörigen seien froh und dankbar, dass hier so liebevoll und einsatzfreudig gearbeitet werde.

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