Laufen
11.12.2019

Christchindli erschien zum 40. Mal

<em>Die Marktchefin und die Könige:</em> Margot Borer sowie die drei Könige Kurt Sigrist, Gerhard und Reinhold Lutz, bei denen jetzt auf «die sieben fetten die sieben mageren Jahre» folgen. Foto: Martin Staub

Die Marktchefin und die Könige: Margot Borer sowie die drei Könige Kurt Sigrist, Gerhard und Reinhold Lutz, bei denen jetzt auf «die sieben fetten die sieben mageren Jahre» folgen. Foto: Martin Staub

René Hess, der vor 40 Jahren in Laufen den ersten Christchindlimärt ins Leben gerufen hat, war zusammen mit vielen andern Ehrengast an der Jubiläumsausgabe. Und dieses Mal schien auch das Wetterteam hoch oben in den Wolken mitzufeiern, blieb es doch mild, vorwiegend trocken und sturmfrei.

Martin Staub

Trotz erneut nicht sehr vielversprechenden Wetterprognosen für einen Aussenanlass im winterlichen Dezember erwiesen sich die Bedingnungen für den Christchindlimärt am vergangenen Wochenende als geradezu ideal. Und das werteten auch die unzähligen Besucherinnen und Besucher so, welche die einmalige Stimmung an den beiden Märt-Tagen in vollen Zügen genossen. Es herrschte Grossbetrieb auf dem ganzen Rundgang durchs Stedtli und aufgrund der milden, eher herbstlichen statt winterlichen Temperaturen blieb man auch auf dem Kopfsteinpflaster stehen und genehmigte sich da und dort einen Drink, der für einmal sogar kühl genossen werden durfte. Samichlaus und Schmutzli nutzten die Gunst der Stunde und beschenkten Kinder und Kleinkinder mit Mandarinen, Lebkuchen und Nüssli, was etliche Nachlieferungen aus dem dunklen Tannenwald notwendig machte. Für musikalische Einstimmung auf die kommenden Festtage waren Peter Renz sowie verschiedene Ensembles aus Laufner Vereinen und Schulen besorgt. Auch Angebote für Kinder und sogar eine Ausstellung mit Schwarzenberger Krippenfiguren im Burgsaal durften nicht fehlen.

Marktchefin Margot Borer indes hatte schon vor Marktbeginn alle Hände voll zu tun. Ihr war wichtig, dass alle bestellten Standplätze auch wirklich besetzt sein würden. «Leere Stände, das geht gar nicht», sagt die umtriebige Hauptorganisatorin. Leider waren mit insgesamt rund 90 heuer einige Stände weniger vor Ort, «was vermutlich auf die schlechten Witterungsbedingungen vom letzten Jahr zurückzuführen ist, welche am Sonntag sogar den Marktbetrieb verunmöglichten», wie sie vermutete. So hiess es für die Standbetreiber dieses Jahr etwas näher zusammenrücken und die Christchindlimärt-Welt war mehr als in Ordnung.

Zum Start am Samstag begaben sich viele geladene Gäste genau zur Mittagszeit zum Obertor und stiessen mit der Marktchefin, die dieses Amt auch schon zum neunten Mal – noch immer mit Begeisterung – ausübt, auf den runden Geburtstag an. Nebst dem Gründer dieser Institution, René Hess, der den ersten Christchindlimärt damals als Hilfsak- tion für die arme Berggemeinde Gurtnellen auf die Beine stellte, waren nebst Stadträten, Funktionären und Helfenden auch die drei Könige dabei, welche dieses Jahr nach sieben Einsätzen zum letzten Mal mit ihren Stäben jede Spende für einen guten Zweck abklopften. «Auf sieben fette folgen nun sieben magere Jahre», argumentierte Reinhold Lutz lachend. Dieses Jahr werden Caspar, Melchior und Balthasar ihr Gesammeltes an die Aktion Denk an mich und an die «Laufechuchi» abgeben. Letztere ist eine Gruppe von Freiwilligen, die einmal wöchentlich in Laufen für Randständige Mahlzeiten zubereitet.

Der gut besuchte musikalische Gottesdienst am Samstag um 17 Uhr in der Katharinenkirche bereicherte den stimmungsvollen Christchindlimärt, der im Anschluss noch einige Besucher mehr verwöhnen durfte.

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