Zwingen
06.11.2019

Spektakuläre Wetteinsätze

<em>Die Unglaublichen: </em>Roy Geesing (r.) bringt den Zauberwürfel im Takt zur Brass Band Konkordia auf die Reihe.Foto: Bea Asper

Die Unglaublichen: Roy Geesing (r.) bringt den Zauberwürfel im Takt zur Brass Band Konkordia auf die Reihe.Foto: Bea Asper

Es sollte die bessere Show werden als das bekannte «Wetten, dass...?», und die Einsätze waren hoch, zum Beispiel die Hüllen der Uniform fallen lassen bis auf die Unterhose.

Bea Asper

Die Brass Band Konkordia Zwingen hatte eine unvergessliche «Samstagsabendkiste» angekündigt – und die Erwartungen bei weitem übertroffen. Ein halbes Jahr vor dem Comeback der deutschen TV-Show «Wetten, dass...?» mit Talkmaster Thomas Gottschalk sorgte die Brass Band am Wochenende im ausverkauften Gemeindesaal mit «Wetten, Brass...?» für Top-Unterhaltung mit atemberaubenden Wetten – eingebettet in ihr Konzert, humorvoll moderiert von Marco Franz. Und für witzigen Gesprächsstoff auf dem Sofa sorgte unter anderem Adrian Bolzern, der als Zirkuspfarrer auf Achse unglaublich Spannendes zu erzählen wusste.

Die Brass Band Konkordia Zwingen scheute keinen Aufwand und wagte sich an die grössten Herausforderungen: Bei der Aussenwette im Laufner Freibad ging es darum, unter Wasser zu musizieren, was Pascal Fringeli auch schaffte, allerdings nicht bis zum Ende seines ausgesuchten Musikstückes («Tuba Muckl»). Dass er dies auf der Bühne gleich auf vier Instrumenten beherrscht, demonstrierte er später live im Saal.

Die Besucher konnten die Aussenwette über die Leinwand mitverfolgen und dürfen sich nun auf den Wetteinsatz freuen, den die Zwingner Musikerin Iris Eggler auf dem Sofa dafür abgegeben hat. Sie versprach, im nächsten Jahr für die Brass Band ein Benefizkonzert zu organisieren, um damit einen Beitrag zur Finanzierung der neuen Uniform zu leisten. Nach 27 Jahren sei es höchste Zeit für einen Wechsel, war von Marcel Moser zu erfahren, dem Dirigenten des Musiknachwuchses, der zusammen mit den Hoffnungsträgern den Konzertabend eröffnet hatte. Die «Neuuniformierungskommission» habe ein passendes Outfit gefunden – dabei setze sie auf Nachhaltigkeit, also auf inländische Ware, und diese habe ihren Preis: 1800 Franken pro Set. Bis zur öffentlichen Uniform-Premiere im November 2020 gebe es noch viel zu tun, um den Budgetposten von 60000 Franken aufzubringen.

Mit ihrer Kreativität und ihrem Engagement, wie sie es am Wochenende demonstrierten, werden die Vereinsmitglieder diese Herausforderung meistern. Faszinierend war zum Beispiel auch die Wette von Roy Geesing. Bis vor kurzem konnte er mit einem Zauberwürfel nichts anfangen. Jetzt beherrsche er das Ordnen des Farbendurcheinanders wie kein anderer: Die Farbreihen seien intakt vor dem letzten Ton des Musikstückes «The Incredibles», versprach er. Damit hat er den Dirigenten des Vereins, Peter Widmer, vor seinem peinlichsten Moment bewahrt. Denn beim Verlieren der Wette hätte Widmer die Hüllen seiner Uniform fallen lassen müssen – bis auf die Unterhose. Mit «Beauty and the Beast», «Varied Mood», «A Celtic Impression» und «Zirkus Renz» sorgten die Soloeinlagen von Andrea Sommer und Manuel Vögtli für Standing Ovations.

Das Publikum gewann auf der ganzen Linie: Es kam in den Genuss wundervoller Momente und vieler Preise. Denn die Saalwette lautete: Bis zum Ende der Pause seien alle Lose verkauft und die Tombola leer. Und so traf es ein.

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