«Wir sind keine Eventfirma»

Trotz 70 Mitgliedern fiel die Generalversammlung der IG Laufen im Restaurant Central überschaubar aus. Die wenigen Anwesenden diskutierten jedoch engagiert über neue Ideen und Herausforderungen für ein attraktiveres Stedtli.

Setzen sich für ein attraktives Stedtli ein: Mitglieder der IG Laufen, stehend der Vorstand, und Gäste im Restaurant Central. Foto: Gaby Walther
Setzen sich für ein attraktives Stedtli ein: Mitglieder der IG Laufen, stehend der Vorstand, und Gäste im Restaurant Central. Foto: Gaby Walther

Laufen

Obwohl die IG Laufen 70 Mitglieder zählt, war der Andrang letzten Donnerstag im Restaurant Central in Laufen bescheiden. Nur gerade 16 Stimmberechtigte inklusive Vorstand nahmen an der GV teil. Langweilig war es aber nicht. Désirée Thomann, Geschäftsführerin vom Atelier dies & das, stellte fünf Anträge an die IG, um das Stedtli noch attraktiver zu machen. So schlug sie unter anderem vor, die Lange Tafel, deren Führung neu die IG Laufen übernommen hat und die am 12. September stattfindet, durchs ganze Stedtli zu verteilen und die Öffnungszeiten der Ladenlokale an diesem Tag anzupassen. Bedenken dazu äusserte Christian Borer vom Gewerbeverein KMU Laufental — der Verein war bis anhin für die Organisation verantwortlich. Das Ziel der Langen Tafel sei ein regionales und vielfältiges kulinarisches Angebot. Es bringe nichts, fünf Bierbrauer oder noch mehr Foodtrucks mit gleichem Angebot ins Stedtli zu locken. Hingegen wäre es schön, wenn mehr Vereine, wie zum Beispiel im letzten Jahr der Pilzverein, mit einem Essensstand mitmachen würden. Das würde über die Vereine auch mehr Leute an den Anlass locken, meinte Borer. Auch Privatpersonen dürfen mitmachen, erklärte Co-Präsident Christian Bärtschi. Die Anmeldung ist noch bis Ende April offen. Wer Interesse habe, könne sich bei der IG melden.

Herausforderungen

Zu den Ladenöffnungen meinte Co-Präsident Nafi Emri, dass es schon schwierig sei, an den bestehenden Anlässen, wie zum Beispiel dem 1.-Mai Markt, alle Ladenbesitzer im Stedtli zu überzeugen, ihren Laden offenzuhalten. Leute zu finden, die sich engagieren, sei auch beim Vorschlag «Usestuehlete» ein Thema. Er und Sonja Karrer hätten diesen beliebten Anlass zweimal organisiert, aber es würde einfach mehr Leute zur Organisation brauchen. «Die IG Laufen unterstützt gerne, ist aber keine Eventfirma», sagte Emri. Die Idee einer «Shopping Night Stedtli» möchte die IG aber gerne aufgreifen. Der Vorstand könnte sich zwei Freitagabende — am 12. Juni und 13. November — mit Öffnungszeiten für die Laufner Geschäfte bis 21 Uhr, mit zusätzlichen Aktionen und Aktivitäten vorstellen. Auch weitere Themendekorationen — gemäss Fasnacht und Weihnachten — bei den Lokalitäten im Stedtli, nicht nur im Schaufenster, sondern auch im Aussenbereich, seien eine gute Idee, aber eine Kostenfrage.

Zu den bereits geplanten Aktivitäten der IG gehören der schon längst ausgebuchte 1.-Mai Markt, die Lange Tafel, der IG Träff und der Christchindlimärt. Zudem sollen die Zusammenarbeit mit der Stadt Laufen und der Kulturkommission weiterentwickelt sowie ein mittelfristiger Finanzplan für ein gesundes Vereinsbudget erarbeitet werden. Dieses wies in den letzten Jahren ein Minus auf. In der Rechnung 2025 waren das rund 3000 Franken. «Ein Minus ist nie gut, aber wir sind zumindest stabil», meinte Gabriel Ifrid. Schön wäre es natürlich, mehr Mitglieder zu gewinnen.

Verabschiedet wurde an der GV Philipp Karrer, der während rund 15 Jahren Revisor war. Seinen Posten übernimmt Roman Bitterli.

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