Mord und Intrige auf der Gymnasium-Bühne

Am Gymnasium in Laufen wird Schauspiel und Theater grossgeschrieben. In den nächsten Tagen kommen gleich zwei Klassiker zur Aufführung. Dieses Wochenende ist es das Schauspiel von Friedrich Schiller, «Die Räuber».

Begegnung mit Hermann: (v. l.) Sohn Franz (Simon Altermatt), Vater Maximilian von Moor (Noah Pinkwart), Geliebte Amalia (Simona Hänggi) und Hermann (Yves Froidevaux). Fotos: Martin Staub

Begegnung mit Hermann: (v. l.) Sohn Franz (Simon Altermatt), Vater Maximilian von Moor (Noah Pinkwart), Geliebte Amalia (Simona Hänggi) und Hermann (Yves Froidevaux). Fotos: Martin Staub

Die Räuber: Sohn Karl (l.) und seine Räuberbande planen nichts Gutes.

Die Räuber: Sohn Karl (l.) und seine Räuberbande planen nichts Gutes.

Als «Blockbuster» bezeichnet Noëlle Valet-Borer das 1781 von Friedrich Schiller geschriebene Drama «Die Räuber». «Das Stück wählten die Teilnehmenden des Wahlfachkurses Theater aus mehreren Vorschlägen aus», erklärt die Lehrerin des speziellen Unterrichtsgefässes für die 4. Gymnasium-Klassen. Seit August 2025 sind die elf Angemeldeten dieses Leistungskurses unter der Leitung von Noëlle Valet-Borer und dem Regisseur Daniel Boos am Einstudieren des Klassikers aus der literarischen Epoche des «Sturm und Drang». Am Wochenende führen die drei Maturandinnen und acht Maturanden Schillers «Räuber» auf der Bühne des Gymnasiums Laufen auf. «Das Wochenblatt» war an der Hauptprobe dabei. Regisseur Daniel Boos lobte vor Beginn die Darstellenden für die schauspielerischen Leistungen der vergangenen Proben, appellierte jedoch an die Darstellenden, noch etwas mehr Energie und Einfühlung in die darzustellenden Persönlichkeiten zu investieren. Was offensichtlich Wirkung zeigte.

Noah Pinkwart spielt den Maximilian von Moor souverän und lässt keine Zweifel an dessen Alter und Gebrechlichkeit. Eindrücklich, wie er sich in seiner zweiten Rolle als Räuber wandeln kann. Auch Yves Froidevaux darf als Pater und als ehemaliger Soldat Hermann eine Doppelrolle spielen. Besonders eindrücklich erweist sich, wie sich Simon Altermatt in der Rolle als Franz, Sohn des alten Maximilian Moor, und Kilian Wesendrup als sein Bruder Karl in Szene setzen. Die beiden zeigen sich ebenso als echte Schauspieltalente wie Simona Hänggi als Karls Geliebte, Amalia von Edelreich. Auch die anderen Darstellerinnen und Darsteller beweisen schauspielerisches Talent und inszenieren die anderthalbstündige Tragödie mit erstaunlicher Authentizität.

Nach Schiller folgt Ödön von Horváth

Mord, Totschlag, Liebesschmerz und Intrige werden auf der Gymnasium-Bühne sichtlich «gelebt». Mit einfachen Requisiten übrigens: Harassen als Sitzgelegenheiten und Kulisse, ein altes Sofa und das Wichtigste: Gewehre, die auf die Bühne geschoben werden und immer wieder zum Einsatz kommen. Das genügt vollkommen als Bühnenbild durch die ganzen fünf Akte, die in dieser Inszenierung nahtlos abgespielt werden.

«Die Räuber» war Schillers erstes Drama und erschien 1781 anonym. Erst später wurde bekannt, dass das Stück von Schiller stammte. Dieser bekannte Klassiker, aufgeführt von den Schülerinnen und Schülern des Wahlfachkurses Theater, zeigt sich als eine gute Wahl.

Die Aufführungen sind unbedingt zu empfehlen: Freitag, 6. März, 19.30 Uhr, Samstag, 7. März, 19.30 Uhr, sowie Sonntag, 8. März, 16.30 Uhr. Bereits zwei Wochen später, 20., 21. und 22. März (zu den gleichen Zeiten wie oben), präsentiert die Klasse 2AB des Gymnasiums Laufental-Thierstein das Schauspiel «Der jüngste Tag» von Ödön von Horváth.

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