Laufental im Aufbruch

Die Mitglieder der Promotion Laufental beschliessen an ihrer Jahresversammlung, die Ausbildung der Jugendlichen zu fördern sowie die Umfahrung Laufen und den Doppelspur-ausbau Basel–Biel zu forcieren.

Elektronische Störung erwünscht: Martin Lutz, Inhaber EMC Partner AG, erklärt den Anwesenden seine Geräte (rechts Walter Jermann, Präsident Promotion, und dazwischen Thomas de Courten, Wirtschaftsförderer BL).  Foto: Jürg Jeanloz
Elektronische Störung erwünscht: Martin Lutz, Inhaber EMC Partner AG, erklärt den Anwesenden seine Geräte (rechts Walter Jermann, Präsident Promotion, und dazwischen Thomas de Courten, Wirtschaftsförderer BL). Foto: Jürg Jeanloz

Das Laufental ist wirtschaftlich gut unterwegs. Die Arbeitslosenrate liegt unter drei Prozent und die kleineren und mittleren Betriebe (KMU) arbeiten gut. «Wir dürfen nicht auf den Lorbeeren ausruhen», meinte Präsident Walter Jermann an der Vereinsversammlung der Wirtschaftsförderung Promotion Laufental. In verschiedenen Gruppen würden diverse Projekte bearbeitet. Die Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung des Schwarzbubenlandes müsse unbedingt verbessert werden. Insgesamt sei der Vorstand motiviert und auch verpflichtet, ihren Mitgliedern, bestehend aus Gemeinden, Firmen und Einzelmitgliedern, Resultate zu liefern.

Vorstandsmitglied Urs Berger warb für das Lehrlingswesen, das in der Schweiz mit der dualen Ausbildung wegweisend ist. «Wir haben heute schon wieder Mühe, gute Lehrtöchter und Lehrlinge zu finden», brachte er es auf den Punkt. In der Schule und an Messen müsse für das Lehrlingswesen geworben werden. In unserer Region würden 198 verschiedene Berufsausbildungen angeboten und das müsse den Jugendlichen kommuniziert werden. Die Entscheidung über die Ausbildung falle immer noch zu 80 Prozent im Elternhaus!
Für den Tourismus will der Fachstellenleiter Max Käsermann mit den betroffenen Vertretern ein Konzept erarbeiten. «Unsere Landschaft eignet sich hervorragend, um Erholungssuchende anzulocken», sagte Käsermann. Eine Imagekampagne soll dieses Anliegen unterstützen.

Adrian Schmidlin orientierte über den Stand der Arbeiten, die Hauptstrasse H18 ins Strassennetz des Bundes aufzunehmen. Der Kanton Basel-Landschaft würde damit finanziell massiv entlastet und die Umfahrung Laufen-Zwingen wäre schneller realisierbar. KMU Präsident Marc Scherrer warb für das Komitee Pro Jura-Linie, das den Doppelspurausbau Basel–Biel zum Ziel hat.
Zum Schluss wurden die Mitglieder zu einem Rundgang durch das Vorzeigeunternehmen EMC Partner AG in Laufen eingeladen. 32 Ingenieure, Fachleute und andere Angestellte bauen und entwickeln hier Geräte, um elektronische Apparate auf ihre Störanfälligkeit zu prüfen. Riesige Kondensatoren simulieren zum Beispiel echte Blitze, um Flugzeuginstallationen zu prüfen. «Wir exportieren 99 Prozent unserer Geräte in 50 verschiedene Länder», erklärt Gründer und Inhaber Martin Lutz zur Absatzstrategie seiner Firma, die Weltruf geniesst!

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