Laufens Badi-Eröffnung fällt ins Wasser

Die ursprünglich geplante Eröffnung des Schwimmbades Nau muss verschoben werden — möglicherweise wird daraus eine Sondervorlage für die Gemeindeversammlung.

Badi Laufen: Zuerst muss die elektrische Sicherheit gewährleistet sein, bevor das Schwimmbad geöffnet werden darf. Foto: Archiv
Badi Laufen: Zuerst muss die elektrische Sicherheit gewährleistet sein, bevor das Schwimmbad geöffnet werden darf. Foto: Archiv

«Die Sicherheit der Badegäste und des Personals hat oberste Priorität. Eine Öffnung des Bades kommt erst dann infrage, wenn die Voraussetzungen für einen sicheren Betrieb erfüllt sind», hält Stadtverwalterin Alexandra Buser auf Anfrage dieser Zeitung fest. Laufen verkündete dieser Tage, die Eröffnung des beliebten Schwimmbades Nau zu verschieben. Der Betrieb kann nicht wie üblich Anfang Mai, sondern möglicherweise erst im Juni aufgenommen werden. Als Grund nannte der Stadtrat «Mängel im Bereich der Elektrotechnik». Die Probleme kamen bei der Kontrolle durch die zuständige Behörde zum Vorschein. Im Falle von Laufen ist dies die BKW. «Bei der Kontrolle handelt es sich um eine gesetzlich vorgesehene, unabhängige Überprüfung der elektrischen Installationen gemäss den geltenden Vorschriften im Bereich der Niederspannungsinstallationen. Ziel dieser Kontrollen ist es, allfällige Mängel zu erkennen, die technische Konformität zu überprüfen und die Sicherheit der Anlagen sicherzustellen. Bei einem Schwimmbad erfolgt eine solche periodische Kontrolle in der Regel alle fünf Jahre. Die Aufforderung dazu erfolgt durch den Netzbetreiber, in unserem Fall die BKW», führt Buser aus.

Bei der Prüfung öffentlicher Schwimmbäder gehe es um elektrische Sicherheit in einer heiklen Umgebung, heisst es seitens der Kontrollbehörden. In Schwimmbädern kämen mehrere Risikofaktoren zusammen: Feuchtigkeit, nasse Haut, grosse leitfähige Flächen und viele elektrische Anlagen. Deshalb gelten hier strenge Vorschriften. Die Anlagen müssten in einwandfreiem Zustand sein. Die Kontrollen sollen sicherstellen, dass kein Badegast und kein Personal durch elektrische Anlagen gefährdet sein könnte. Stromschläge im oder am Wasser gelten als lebensgefährlich.

Nachgefragt zum zeitlichen Ablauf erklärt Buser, dass die BKW die periodische Kontrolle der elektrischen Installationen im Dezember 2025 angeordnet habe. «Die Prüfberichte des unabhängigen Elektrokontrolleurs lagen der Stadt Laufen Mitte März vor. Seit Vorliegen dieser Berichte werden die festgestellten Mängel mit Hochdruck bearbeitet und die notwendigen Massnahmen vorbereitet», hält Buser fest und führt aus: «In einem ersten Schritt werden die erforderlichen Sofortmassnahmen umgesetzt, damit der Badebetrieb so rasch wie möglich und unter sicheren Bedingungen aufgenommen werden kann. Parallel dazu wird geprüft, ob über diese unmittelbaren Massnahmen hinaus weiterführende Sanierungsmassnahmen notwendig sind. Falls sich solche als angezeigt erweisen, würden diese der Gemeindeversammlung im Rahmen einer Sondervorlage unterbreitet werden.» Zum jetzigen Zeitpunkt könne die Stadtverwaltung zum Umfang des gesamten Aufwands keine verlässlichen Angaben machen.

Im Hinblick auf die verkürzte Badesaison verweist Buser darauf, «dass die Abonnements neu während 365 Tagen gültig sind». Zudem bestünden Kooperationen mit den Bädern Aesch und Reinach und dem Naturbad in Breitenbach. Die Kooperation beinhaltet für Abonnenten eine gewisse Anzahl Gratiseintritte in ein anderes Bad. Weitere Informationen zum Abo-Verkauf würden kommuniziert, «sobald klar ist, wann das Bad geöffnet werden kann», meint Buser.

Naturbad Breitenbach mit neuer Liegewiese

Ein Brand mit Explosion hatte die Umgebung des Naturbades Breitenbach Ende Juli 2025 verwüstet. Der Gemeinde sei es gelungen, die Instandstellung vor Beginn der neuen Badesaison zu realisieren. Dafür seien ein neuer Rollrasen verlegt und die sanitären Anlagen repariert worden. «Das Bad öffnet am 19. Mai», sagt Gemeindeverwalter Andreas Dürr. Zum Brandplatz hin sei ein Zaun errichtet worden. Die Aufräumarbeiten auf der angrenzenden Parzelle sollen vorerst ruhen — als Rücksichtsmassnahme für den Badebetrieb. Damit steht dem Badespass in Breitenbach nichts im Weg.

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