Auf Glasobjekten kann man auch Musik machen

Mit «Elements II» betitelt Charles Blockey seine Ausstellung in der Galerie Alts Schlacht-huus. Der in der Region lebende Künstler zeigt hier Bilder und Glasobjekte. Die musikalisch begleitete Vernissage genossen rund 60 kunstinteressierte Personen.

Bunt, transparent und bei Bedarf sogar klingend: Charles Blockey zeigt seine Kunst in der Galerie Alts Schlachthuus. 	Foto: Martin Staub
Bunt, transparent und bei Bedarf sogar klingend: Charles Blockey zeigt seine Kunst in der Galerie Alts Schlachthuus. Foto: Martin Staub

Laufen

Ausgesprochen stimmig mit atmosphärischer Melodie eröffnete Dieter Buchwalder auf einem Xylofon, das wegen seiner Materialität — Keramik und Granit — eben keines war, die Ausstellung von Charles Blockey. Der in Schottland geborene Künstler präsentiert neben zahlreichen Bildern in dieser Ausstellung viele Glasobjekte, von denen viele dank integrierter Beleuchtung zusätzlich leuchtend erstrahlen. Einige davon ergänzen den optischen auch mit einem spannenden akustischen Effekt, wenn man diese mit Schlagstöcken bespielt.

Nach verschiedenen Stationen, unter anderem in Frankreich, Spanien und Österreich, hat sich Charles Blockey, seit 1985 in der Region, unter anderem in Dornach und Münchenstein niedergelassen. Er wurde nicht nur als freischaffender Künstler, sondern auch als Mitbegründer der Assenza-Schule bekannt. Die Assenza-Malschule geht auf den sizilianischen Maler Beppe Assenza zurück, der sie 1968 in Dornach gründete.

2012 war Charles Blockey schon einmal Gast in der Galerie Kulturforum Laufen im Alts Schlachthuus. Seitdem hat sich ziemlich viel geändert, wie Kuratorin Alice Antony in ihrem Interview mit dem Kunstschaffenden feststellte. «Ja, ich bin rücksichtsloser und frecher im Umgang mit Farbe geworden», gab sich Blockey fast ein bisschen kampfeslustig. «Ich trage sanguinische Tendenzen in mir», argumentierte er weiter.

In Schottland begann Charles Blockey als «Landschaftsmaler», wie er sich selbst ausdrückte. Bald malte er abstrakter, ineinanderfliessend oder klar abgegrenzt. Die Sujets nehme er aus Naturprozessen, die er selbst erlebt und in seinen Bildern in abstrakter Form umsetzt. Meist ausgesprochen farbenfroh, fliessend oder klar geometrisch abgegrenzt. Farbflächen, feine Haarlinien und hohe Kontraste zeichnen seinen Stil aus. Ideale Ausgangspunkte auch für die Glaskunst, die Blockey seit rund zehn Jahren für sich entwickelte. Industrieglas und Emailfarben gehören dazu, sagte er und wies auf die 160 Zentimeter hohen Stelen, welche die vier Elemente Wasser, Erde, Feuer und Luft zelebrieren. Integrierte LED-Streifen lassen diese zusätzlich erleuchten.

Die Ausstellung «Elements II» von Charles Blockey ist die vierte von insgesamt sechs Kunstausstellungen der Gruppe Galerie, Kulturforum Laufen. Öffnungszeiten: Fr, 17–21 Uhr, Sonntag, 11–16 Uhr. Finissage Sonntag, 6. September, 11 bis 16 Uhr.

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