Zertifizierte Bildung im Leimental

Der Kanton Solothurn zertifizierte den Zweckverband Schulen Leimental als Profilschule informatische Bildung. Die Zertifikatsübergabe ging im Oberstufenzentrum Leimental in Bättwil über die Bühne.

Zertifizierung nach sieben Jahre Arbeit: (v.l.) Andreas Walter, Amtsleiter Volksschulamt, die Projektverantwortlichen Patrick Degen, Standortschulleitung ZSL Witterswil/Bättwil und Cornelia Müller, Standortschulleitung ZSL am Oberstufenzentrum, Mar
Zertifizierung nach sieben Jahre Arbeit: (v.l.) Andreas Walter, Amtsleiter Volksschulamt, die Projektverantwortlichen Patrick Degen, Standortschulleitung ZSL Witterswil/Bättwil und Cornelia Müller, Standortschulleitung ZSL am Oberstufenzentrum, Marcel Meier, Gesamtschulleiter ZSL, ausserdem vom Kernprojektteam Boris de Roche, Oberstufenzentrum, Simone Imhof, Primarschule und Daniel Salathé, ZSL, Siegfried Kaufmann, Präsident ZSL. Auf dem Bild fehlt Romina Celozzi vom Kernprojektteam. Foto: Christian Fink

Bättwil

Die Digitalisierung dringt in unterschiedlichste Lebensbereiche vor. Besonders nachhaltig in der Arbeitswelt, aber auch im Bildungsbereich. Herausgefordert ist das gesamte Bildungsspektrum, von der Primarschule bis zu den Universitäten — dies mit unterschiedlichen Ansprüchen. Daraus entsteht eine Vielzahl von Fragen. Die vielleicht wichtigste: Wie gehen Bildungsinstitute mit der Digitalisierung um und wie integrieren sie diese auf eine möglichst sinnvolle Weise im Unterricht?

Diese Frage haben sich auch die Verantwortlichen des Zweckverbands Schulen Leimental (ZSL) gestellt, Ideen entwickelt, ausprobiert, verändert und — zumindest weitgehend — in den schulischen Alltag integriert. Der ZSL hat sich bereits gegen Ende 2019 um die Anerkennung als Profilschule informatische Bildung beworben. Diese befindet sich im Kanton Solothurn seit 2018 im Aufbau.

Vergangenen Dienstag, sieben Jahre später, war es dann so weit: Marcel Meier, ZSL-Gesamtschulleiter, durfte von Andreas Walter, Amtsleiter Volksschulamt, das Zertifikat anlässlich einer kleinen Feier im Oberstufenzentrum Leimental in Bättwil entgegennehmen. Es sei in all den Jahren «viel Arbeit geleistet worden», betonte ZSL-Vorstandspräsident Siegfried Kaufmann. «Ein kleines, aber äusserst engagiertes Kernteam hat gemeinsam mit den Projektverantwortlichen dieses Vorhaben über all die Jahre vorangetrieben.» Genau diese Fähigkeit, gemeinsam und ausdauernd an einem Ziel zu arbeiten und gleichzeitig die unterschiedlichsten Bedürfnisse unserer Standorte zu berücksichtigen, «ist eine unserer Stärken».

Fünf Standorte

Der ZSL führt die Schulen und Kindergärten der fünf Gemeinden des solothurnischen Leimentals, also Bättwil, Hofstetten-Flüh, Metzerlen-Mariastein, Rodersdorf, Witterswil sowie Burg als zugewandtem Ort. In den Schulen werden knapp tausend Schülerinnen und Schüler von rund 140 Lehrpersonen unterrichtet. Das Oberstufenzentrum Leimental führt die Sekundarstufe I in drei Abteilungen (Sek B, Sek E und Sek P) von der 7. bis zur 9. Klasse.

Die Schulen und Kindergärten des ZSL werden vom Gesamtleiter Marcel Meier im operativen Bereich geführt. Er hat die Führungsverantwortung in den Bereichen Organisation, Zielbildung, Qualitätssicherung, Qualitätsentwicklung, Kommunikation und Kontrolle. Die Standortschulleitungen führen die einzelnen Schulen im administrativen, personellen und pädagogischen Bereich. Sie sind für die Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung an ihrem Schulstandort verantwortlich.

Pädagogik im Zentrum

«Unser Ziel ist es nicht, möglichst viele digitale Geräte in unseren Klassenzimmern einzusetzen», erklärte Marcel Meier. Es sollen auch nicht möglichst viele neue Programme und Anwendungen eingeführt werden. «Unser Ziel ist vielmehr, dass Medien und informatische Bildung dort einen selbstverständlichen Platz in unserem Unterricht erhalten, wo sie das Lernen unserer Schülerinnen und Schüler tatsächlich bereichern.» Die Pädagogik steht dabei im Zentrum. Nicht alles, was technisch möglich ist, sei auch pädagogisch sinnvoll. Deshalb soll der Einsatz digitaler Technologien bewusst gefördert werden.