Trauer und Bestürzung

Der plötzliche Tod des Rodersdorfer Gemeindepräsidenten Thomas Bürgi hinterlässt eine grosse Lücke in der ganzen Region.

Rodersdorf

Thomas Bürgi, der Gemeindepräsident von Rodersdorf, erlag am 12. März im Alter von 70 Jahren einem Herzleiden. «Der Tod von Thomas Bürgi ist unfassbar und hat in Rodersdorf grosse Betroffenheit ausgelöst. Der Gemeinderat spricht Aimée Bürgi und der ganzen Familie sein tief empfundenes Beileid aus», erklärt Statthalter Christophe Grundschober. Er gibt auf Anfrage dieser Zeitung zu verstehen, dass er — wie von Amtes wegen vorgesehen — in die Bresche springen werde. «Ich werde das Präsidium des Rodersdorfer Gemeinderates ad interim übernehmen, bis Ersatzwahlen durchgeführt werden können. Diese werden voraussichtlich im Juni 2026 stattfinden.» Der Gemeinderat werde dieser Tage den genauen Ablauf festlegen und die Termine bekanntgeben. «Die von Thomas Bürgi betreuten Projekte werden innerhalb des Gemeinderates neu verteilt, damit die Weiterführung der laufenden Geschäfte sichergestellt werden kann», führt Grundschober aus. Bürgis Partei «Zämmestoh für Rodersdorf» sei nun gefordert, für den vakanten Sitz im Gemeinderat eine Vertretung zu finden.

«Unendlich traurig müssen wir Abschied nehmen von unserem geschätzten Gründungsmitglied», heisst es seitens der Partei «Zämmestoh für Rodersdorf». Thomas Bürgi hatte die Partei zusammen mit Dominik Sigrist und Patricia Brenta 2021 ins Leben gerufen und auf Anhieb die Wahl zum neuen Gemeindepräsidenten geschafft. «Sein plötzlicher Tod hinterlässt eine schmerzliche Lücke in unseren Herzen», hält Dominik Sigrist fest. «Thomas Bürgi führte unser Dorf mit Weitsicht. Er verstand es wie kaum ein anderer, Brücken zu bauen und gerade in schwierigen Momenten tragfähige Konsenslösungen zu finden. Über seine Amtspflichten hinaus verlieren wir in Thomas einen Kameraden, Förderer und engen Freund. Sein Humor, seine Verlässlichkeit und seine bodenständige Art haben uns stets inspiriert. Er war ein Politiker aus Leidenschaft, dem das Wohl der Gemeinschaft immer wichtiger war als der persönliche Vorteil», hebt Sigrist hervor.

«Thomas Bürgi wird für uns alle schwer zu ersetzen sein», sagt Dieter Künzli, Präsident des Forums Schwarzbubenland. «Thomas war ein besonnener, lösungsorientierter Politiker, der sich nie von vorgefassten Meinungen leiten liess, sondern stets bereit war, diese zu revidieren, wenn neue Erkenntnisse oder bessere Argumente es verlangten. Als Vorstandsmitglied des Forums Schwarzbubenland hat er sich mit Herz und Verstand für die ganze Region eingesetzt. Sein Wirken war geprägt von Weitsicht, Fairness und dem echten Willen, gemeinsam voranzukommen.»

Ein schmerzlicher Verlust für die ganze Region — über die Landesgrenze hinaus. So brachte auch Rémy Otmane, Maire der französischen Gemeinde Leymen, zum Ausdruck, dass man Thomas Bürgi sehr vermissen werde: «Über die Jahre hinweg haben wir seine Freundlichkeit, seine Hilfsbereitschaft und sein grosses Engagement für die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit sehr geschätzt», schrieb Otmane.