Team als Schlüsselwort des Erfolges
Der Aufstieg in die 2. Liga war bereits Tatsache, dennoch wollten die Spielerinnen des FC Breitenbach im letzten Heimspiel gegen Telegraph auch sportlich eine Gala abliefern. Nach dem 8:0-Erfolg startete eine lange Aufstiegsparty.

Fussball
Das letzte Heimspiel war zur Aufstiegsparty deklariert worden. Nach der Begegnung gab es den Pokal für den Titel in der 3. Liga. Den vielen Zuschauenden wollte das Team aber auch nochmals zeigen, wieso die Equipe in der Meisterschaft noch nie bezwungen wurde. Der FC Telegraph kämpft noch gegen den Abstieg und dürfte wohl gehofft haben, dass Breitenbach nur noch Gedanken an die Feierlichkeiten hatte. «Wir werden es durchziehen und alles dafür unternehmen, die Saison ohne Niederlage zu beenden», sagte Lukas Wyss, einer von vier Teamverantwortlichen, schon vor dem Anpfiff. Entsprechend kam es dann auch heraus. Zur Pause führte Breitenbach 4:0, am Ende war es ein 8:0. Daria Jermann, Elena Vogel und Mo Jonasch mit jeweils zwei Treffern sowie Léa Küng und Ela Cakicilar schrieben sich in die Torschützenliste ein. Selbst als gegen Ende fleissig gewechselt wurde, liess Breitenbach nicht nach. «Das zeichnet dieses Team aus», betont Wyss. «Alle haben in diesem Jahr dermassen Fortschritte gemacht, dass sich jede Spielerin nahtlos einfügt und wir unsere Pace durchziehen können.» Nach Spielschluss überreichte Vera Gmür, die Verantwortliche Frauenfussball des Nordwestschweizer Fussballverbandes, Captain Léa Küng den Pokal. Breitenbach spielte früher schon in der 2. Liga, vergleichen kann man es jedoch nicht, da der Frauenfussball in der Zwischenzeit sehr grosse Fortschritte machte. Lukas Wyss und Stephan Liechty hatten das Team auf diese Saison übernommen. Die Entwicklung der Spielerinnen war enorm. «Ich denke, Talent hatten die Spielerinnen, aber man musste die Flamme zuerst entfachen», versucht Wyss die Veränderung zu erklären. «Dass wir im Basler Cup den Favoriten Schwarz-Weiss besiegen konnten, zeigte allen, dass kein Gegner unbesiegbar ist.» Für Liechty steht im Vordergrund, dass die Mannschaft ein echtes Team war. «Wir haben von Anfang an darauf hingearbeitet, dass der Erfolg nur über jede einzelne Spielerin geht.» Man habe in den Trainings auch hart gearbeitet und sei physisch wohl die beste Equipe. Man habe aber auch technisch und taktisch grosse Fortschritte gemacht. Anfang Saison hatte man mit Désirée Blanco eine überdurchschnittliche Spielerin im Team, die dann aber nicht mehr spielen durfte, da sie in der höchsten Liga des Landes Schiedsrichterin ist. Esra Föll, die ebenfalls aus höheren Ligen Erfahrung mitbringt, wurde erneut Mutter und Daria Jermann, die beim FC Basel spielte, konnte berufshalber nicht immer anwesend sein. In der entscheidenden Phase war es dann das Kollektiv, das den Titel schaffte. Auch als Trainer Lukas Wyss im Winter vom FC Basel geholt wurde, gab es keinen Bruch. Liechty erhielt Zuwachs von Nicolas Kaufmann (Spieler aus der zweiten Mannschaft) und Ehrenpräsident Jack Wyss, Vater von Lukas. «Ich war dabei, wenn es die Aufgabe in Basel erlaubte. Aber die drei machten es toll.». Etwas Mühe bekundeten die frischgebackenen Meisterinnen am Ende einzig mit der Magnum-Sektflasche respektive mit dem Korken. Doch auch dieses Problem lösten sie schlussendlich. Man sehe das Frauenteam als regionales Team und habe auch weiterhin für alle Mädchen und Frauen aus der Region offene Türen. «Wir sind überzeugt, dass wir auch in der 2. Liga eine gute Figur machen», sind sich alle vier Staffmitglieder einig.