«so.fit» — ein Label für die Bewegung in der Schule
Das Heilpädagogische Schulzentrum (HPSZ) in Breitenbach erwarb die Zertifizierung als so.fit-Schule des Kantons Solothurn. Das Zertifikat wurde der Schule am letzten Montag im Beisein von Regierungsrat Mathias Stricker und kantonalen Vertretern feierlich übergeben.
Breitenbach
«Sich zu bewegen und im vernünftigen Mass Sport zu treiben, tut gut», erklärte Mathias Stricker, Regierungsrat und Vorsteher des Departements für Bildung, Kultur und Sport des Kantons Solothurn, in seinem Grusswort an die Schule. Die gesamte Schülerschaft versammelte sich am Montagvormittag gemeinsam mit den Lehrpersonen und Vertretern der kantonalen Sportfachstellen im kleinen Rundhof im Garten des HPSZ und wohnte der offiziellen Übergabe des «so.fit»-Labels durch die Kantonale Sportfachstelle Solothurn bei. Vor der offiziellen Übergabe zeigten die Kinder als labelrelevanten «Bewegungsteil» sportliche Spiele in der Turnhalle mit Basketball, Unihockey und weiteren Ballsportarten.
Die Sportfachschule des Kantons Solothurn unterstützt Schulen, die sich für die Bewegungsförderung von Schülerinnen und Schülern einsetzen. Im kantonalen Informationsblatt heisst es: «Mit dem Label «so.fit» werden Kindergärten und Schulen der 1. bis 9. Klasse ausgezeichnet, die über die Lektionen des Fachbereichs hinaus Bewegung und Sport in den Schulalltag integrieren.» Ziel des Zertifikats sei es, Bewegungszeit in den Unterricht einzubeziehen, die Qualität des Sportunterrichts zu verbessern sowie die Bewegung in der schulnahen Freizeit zu fördern. Damit eine Schule ein solches Label erhält, muss sie gewisse kantonale Vorgaben erfüllen. So müssen unter anderem die Lehrpersonen einen Kursteil der «Bewegten Schule» absolvieren, Bewegungselemente wie Bewegungspausen oder bewegtes Lernen in den Schulunterricht integriert und pro Jahr eine Sport- und Bewegungswoche für alle Klassen durchgeführt werden.
«Wir verstehen uns als progressive Schule», erklärte der Schulleiter Andreas Häfliger. Die Schule sei viel mit der Regelschule in Kontakt, führte er aus. «Die Kinder nehmen dort beispielsweise am Schulsporttag in einem inklusiven Programm teil. Wir wollen uns als Sonderschule in die Richtung der Regelschule bewegen und damit aufzeigen, dass der inklusive Weg möglich ist», so Häfliger. Als Umsetzung der Labelvorgaben seien nun jeweils dienstags und donnerstags am Vormittag 15 Minuten sowie mittags 30 Minuten bewegte Pausen eingebettet. Dies funktioniere sehr gut, alle seien positiv überrascht, so der Schulleiter. Die Kinder seien vom Angebot so begeistert, dass aktuell zu viele Anmeldungen vorliegen. «Das Label ermutigt uns, weitere Schritte in diese Richtung zu unternehmen. Und es hilft uns dabei, die Kinder, die Schule und den inklusiven Weg sichtbar zu machen», sagte Häfliger.



