Regionale Schwinger glänzen in Stüsslingen

Am 129. Solothurner Kantonalschwingfest überzeugen die regionalen Schwinger. Der Schwingklub Dorneck-Thierstein-Laufental holte durch Valentin Scherz, Marino Christ und Niklaus Scherer drei Kränze. Hinzu kommen zwei Kränze der Gebrüder Adrian und Jonas Odermatt aus Liesberg.

Drei Musketiere: Niklaus Scherer, Marino Christ und Valentin Scherz (von links)  freuen sich über ihr gekröntes Haupt. Foto: eh-presse
Drei Musketiere: Niklaus Scherer, Marino Christ und Valentin Scherz (von links) freuen sich über ihr gekröntes Haupt. Foto: eh-presse

Schwingen

Am Sonntag fanden mit dem Solothurner, dem Emmentalischen und dem Thurgauer in drei Teilverbänden die ersten Kranzfeste der Saison statt. Seit 2018 warteten die Solothurner Schwinger auf einen «Heimsieg» am Kantonalen. In Stüsslingen ruhten die Hoffnungen daher auf Publikumsliebling Sinisha Lüscher. Und er enttäuschte die vielen extra für ihn angereisten Fans nicht. Vor über 2600 Zuschauenden durfte sich der Eidgenosse nach einem gestellten Schlussgang gegen Mitfavorit Nick Alpiger feiern lassen. Mit fünf Siegen und dem Gestellten war Lüscher der verdiente Festsieger. Mit dem Erfolg im sechsten Gang gegen Marius Frank kam Lars Voggensperger aus Schönenbuch auf Rang zwei. Adrian Odermatt, der wie Bruder Jonas und die Gebrüder Voggensperger für den Schwingklub Binningen schwingt, kam mit 56,75 auf Platz 6a. Die gleiche Punktzahl schaffte Valentin Scherz aus Kleinlützel. Mit drei Siegen und drei Gestellten, darunter gegen den Eidgenossen Sascha Streich, durfte Scherz seinen ersten Kranz entgegennehmen. «Ich wusste, dass ich mit einem Sieg im sechsten Gang meinen ersten Kranz gewinne. Es gelang mir, mich voll zu motivieren und mein Vorhaben umzusetzen. Die Freude ist gross.» Beim regionalen Schwingklub hoffte man, dass Scherz, wenn es ihm gut läuft, einen Kranz holen könne. Chancen räumte man auch Niklaus Scherer ein. Er wohnt zwar in Escholzmatt, da er mit einer Oberbaselbieterin verheiratet ist, schwingt er neu für den DTL. Scherer hat in Stüsslingen bereits seinen neunten Kranz (darunter zwei am Innerschweizer Schwingfest) gewonnen. «Für Valentin und Marino ist es der erste, für mich der erste für den neuen Klub.» Scherer ist mit seinen neun Kränzen ein dekorierter Schwinger. Da kann er sicher auch einiges an Erfahrung weitergeben. «Das werde ich, wenn es gewünscht ist. Aber die Jungs machen es schon ganz gut.» Die grosse Überraschung war der Kranz von Marino Christ. Der jüngere Bruder von Dario kam mit 56,50 auf dieselbe Punktzahl wie Scherer, mit vier Siegen und zwei Niederlagen. «Als ich meinen Kampf im sechsten Gang gewann, war die Freude unbeschreiblich.» Sein Bruder, Klubkameraden und Klemens Stegmüller, seit Herbst der neue technische Leiter im Klub, waren da, um ihm zu gratulieren. «Seit drei Jahren bin ich nahe am ersten Kranz. Es fühlt sich gut an, ihn jetzt auf dem Kopf zu spüren.» Stolz war auch Stegmüller. «Wir hofften auf einen Kranz. Ich glaubte im stillen Kämmerlein gar an zwei. Es ist ein tolles Ergebnis für unseren Klub.» Stegmüller blickt bereits voraus. «Am Auffahrtstag ist das Baselstädtische Schwingfest. Die Messlatte liegt jetzt höher und gerade Valentin und Marino werden jetzt, mit einem Sternchen nach dem Namen, von den Gegnern anders angesehen.» Jonas Odermatt, er nahm seinen Kranz in Militäruniform entgegen, kam auf 56,25 Punkte. Die weiteren Schwinger des regionalen Klubs erreichten folgende Ränge: Dario Christ (12c/55,25 Punkte), Johann Scherrer (14d/54,75), Corsin Wohlgemuth (16b/54,25), Jim Baumgartner (24/52,25) und Jonas Bugolotti (27/51,00).