Mit Vollgas den Gilgenberg hinunter

Mit der Austragung des vierten Seifenkistenrennens von Oberkirch in Richtung Nunningen hat der Anlass bereits Tradition. 21 Pilotinnen und Piloten begeisterten am letzten Samstag mit ihren Fahrten zahlreiche Schaulustige entlang der Rennstrecke.

Kurz vor 14 Uhr: Der erste Fahrer steht bereit. Fotos: Martin Staub

Kurz vor 14 Uhr: Der erste Fahrer steht bereit. Fotos: Martin Staub

Kurventechnik: Bereits hier entscheidet sich, wer die Sache im Griff hat.

Kurventechnik: Bereits hier entscheidet sich, wer die Sache im Griff hat.

Leicht makaber: Die wohl fantasievollste Seifenkiste.

Leicht makaber: Die wohl fantasievollste Seifenkiste.

Nunningen

Für die organisierende Jubla Gilgenberg ist das Seifenkistenrennen zu einem Fest für die ganze Region geworden. «Wir haben den Anlass von ursprünglich Sonntag auf den Samstag verschoben, damit die Zuschauenden nach den beiden Läufen von unserer Festwirtschaft profitieren und auch etwas länger bleiben können», erklärte OK-Präsident Stefan Hänggi. Die Strecke, vom Sonnenfeld über den Kirchweg und den Engiweg hinunter, ist wie geschaffen für ein solches Rennen. 21 Kinder und Jugendliche — der Jüngste 7-, der Älteste 16-jährig — fieberten dem Start entgegen.

Punkt 14 Uhr ging es los. Bereits der erste Fahrer, Micha, legte mit einer Laufzeit von 56 Sekunden eine Marke, die zuerst unterboten werden wollte. Jara mit 53 und Niels mit 52 Sekunden gelang das jedoch eindrücklich. Die Zuschauerinnen und Zuschauer freuten sich und spornten «die besten Seifenkistenpiloten der Welt» — so Speaker Pascal — frenetisch an. Nebst spektakulären Fahrmanövern gab es auch gemütlichere Fahrten zu sehen. Diese honorierte das Publikum mit einer Extraportion Applaus.

Mit Transportfahrzeugen wurden die Seifenkisten nach dem ersten Durchgang wieder zurück zum Start im Sonnenfeld gebracht, wo um 16.15 Uhr der zweite Lauf über die Strecke ging. Die lang erwartete Rangverkündigung um 19 Uhr lüftete das Geheimnis, wer wie schnell die Gilgenberger Rennstrecke hinuntersauste.

Seifenkisten auch zur Verfügung gestellt

Die Jubla Gilgenberg, vor zehn Jahren aus den ehemaligen Jungwacht- und Blauringgruppen gegründet, stellt den Teilnehmenden auch Seifenkisten zur Verfügung. «Wir konnten diese über die Plattform Ricardo erwerben», erklärte Stefan Hänggi. Das führte zu den zwei Kategorien des Rennens: Jene mit den sogenannten «Rivellarädern» (die gleichnamige Getränkefirma hat ihre Seifenkisten aus einer Werbekampagne, die nun der Jubla Gilgenberg gehören, mit dünnen Hartgummirädern ausgestattet). Die selbstgebauten Exemplare mit etwas schneller laufenden Gummirädern starteten in der anderen Kategorie. «Ein paar Sekunden kann das schon ausmachen», schätzte Stefan Hänggi.